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Jüchen: Auf dem Skywalk über dem Tagebau Garzweiler schweben

Garzweiler als Besuchermagnet : Auf dem Skywalk über dem Tagebau schweben

Der Aussichtspunkt bei Jackerath bietet spektakuläre Einblicke in den Tagebau Garzweiler. Er lockt Besucher aus ganz Deutschland an. Eine Fotogalerie.

Ganz leicht zittert der Steg unter den Füßen. 15 Meter geht es auf der Gitterrost-Konstruktion hinaus – eine kleine Distanz, doch auf der Aussichtsplattform am Ende des Skywalks scheint der Betrachter über einer ganz eigenen, fremden Welt zu schweben. Eine Welt aus einer scheinbar unendlichen Zahl von Braun- und Grautönen, denen Licht und Wolken weitere Nuancen hinzufügen. 30 Quadratkilometer groß ist diese Welt davor, daneben und darunter – der Tagebau Garzweiler.

Aussichtspunkt Jackerath nennt RWE Power den Ort mit dem „Tagebau Garzweiler Skywalk“. Das zu Titz gehörende Dorf liegt nebenan, doch der Besucher auf dem Steg blickt noch vom Jüchener Gebiet aus in die „Grube“. Von unten dringt das Rasseln eines der zahlreichen Förderbänder herauf, das auf dem braunen Abraum dem Bandsammelpunkt entgegen strebt. In der Ferne schütten Großgeräte, Absetzer genannt, den Boden für die Landschaft nach dem Tagebau auf. Auf Schautafeln am Grubenrand sind Daten zur Kohleförderung und zu den Geräten zu sehen, Braunkohlebagger „291“ mit 240.000 Kubikmetern Förderleistung am Tag ist der Riese im Tagebau. Sieben Kilometer lang und drei breit ist der vom Skywalk aus zu sehende Tagebau-Bereich. Am Horizont erstreckt sich eine Phalanx aus Windrädern – nebeneinander wird Energie aus fossilen und erneuerbaren Quellen gewonnen. Auch hierbei ist RWE aktiv.

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„Imposant“ ist auf dem Skywalk ein oft zu hörendes Wort. Auch aus Niedersachsen, Hessen und Bayern kommen die Autos auf dem Parkplatz, den ein riesiges gemaltes Schaufelrad ziert. Radler machen auf Bänken Pause, ein Eis-Wagen geht in Position. Der Aussichtspunkt ist ein Touristen-Magnet. „So etwas sieht man ja nicht überall“, sagt Sascha Leonardi aus Oldenburg, der mit seiner Frau Cathleen und den Kindern Noel (4) und Phil (1) zum Familientreffen ins Rheinland gekommen ist. „Ihr habt die Nordsee, wir haben den Tagebau“, sagt eine Begleiterin beim Ausflug.