St.-Sebastianus-Bruderschaft spendet für Bliesheim Schützenhilfe aus Aldenhoven

Jüchen-Aldenhoven · Obwohl sich die Sebastianus-Bruderschaft Aldenhoven selbst durch die Corona-Zeit kämpfen muss, hat sie jetzt für Hochwasseropfer gespendet. Das Geld ging in die Heimat von Kronprinzessin Monika Kremer.

So sieht es in Bliesheim nach der Flut aus. Die Aldenhovener Schützen haben gespendet. 
  Foto: Schützen Bliesheim

So sieht es in Bliesheim nach der Flut aus. Die Aldenhovener Schützen haben gespendet. Foto: Schützen Bliesheim

Foto: Schützen Bliesheim

Für ihre zupackende Hilfsbereitschaft ist die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Aldenhoven bekannt: Sie hat nicht nur den Dorfplatz in Eigenarbeit gepflastert, sie hat sogar in Corona-Zeiten noch eine neue Weihnachtsbeleuchtung finanziert, sie kümmert sich um die Pflege von Grünanlagen mit und ohne Schützenbaum. Die beliebten  Kaffeetreffs für Senioren mussten allerdings seit dem ersten Lockdown ausfallen. Das gilt auch für die Schützenfeste in Aldenhoven.  Trotz eigener Probleme, möglichst ohne Auflösungserscheinungen durch die Pandemie zu kommen, haben die Aldenhovener Sebastianer jetzt aber auch eine Spendenaktion für Hochwasseropfer an der Ahr  gestartet.

Fest verankert sind in den Bruderschaften ohnehin solche Hilfsprojekte, wie Präsident  Joachim Schröder betont. Deshalb sei der Vorschlag von Kronprinzessin Monika Kremer, in ihrer Heimatgemeinde Bliesheim die Hochwasseropfer mit Spenden zu unterstützen, auch sofort aufgenommen worden. Sie konnte jetzt gemeinsam mit  Kronprinz Bernhard Both 2150 Euro  an den Präsidenten der Bliesheimer Schützen-Bruderschaft übergeben. Die Summe war bei einer Sammlung anlässlich der Hl. Messe anstelle des wegen Corona erneut ausgefallenen Schützenfestes in Aldenhoven zusammengekommen. „Das ist zwar keine große Summe, aber wir sind ja auch nur eine kleine Bruderschaft“, sagt Schröder. Er freut sich aber, dass durch diese Spontanhilfe auch neue Schützen-Freunde gewonnen werden konnten: „Unsere Freunde an der Ahr haben wir schon zu unserem Schützenfest eingeladen, das wir im nächsten Jahr hoffentlich wieder feiern können“, berichtet der Aldenhovener Präsident.

Nur mit einer Messe und der Kranzniederlegung konnte in diesem Jahr in Aldenhoven gefeiert werden. Allerdings trafen sich die einzelnen Schützenzüge unter Corona-Bedingungen zu kleineren Feiern im privaten Raum. 280 Mitglieder haben die Aldenhovener Schützen bislang ohne Abgänge durch die Krisenzeit retten können. Und das gelte auch aus gesundheitlicher Sicht: „Wir sind alle vollständig geimpft. Darüber bin ich froh, niemand will sich oder die Kameraden in den Schützenzügen gefährden“, betont Schröder und fügt hinzu: „Es gab bei uns auch keine Diskussionen, alle waren positiv zur Corona-Impfung eingestellt. Und ich habe null Verständnis für Menschen, die sich nicht impfen lassen“, unterstreicht der Schützen-Präsident mit Entschiedenheit.

 So sieht es nach der Flut in Bliesheim aus. Die Aldenhovener Schützen haben gespendet.

So sieht es nach der Flut in Bliesheim aus. Die Aldenhovener Schützen haben gespendet.

Foto: Schützen Bliesheim

„Wir haben zwar viele ältere Mitglieder, aber es rücken in den Zügen auch junge Leute nach“, freut sich Schröder. Ein gutes Beispiel sei der Zug „Munteres Rehlein“ mit dem amtierenden Königspaar Matthias Topphoff und Sabrina Förster. „Wir hatten in der Corona-Zeit aber auch keine Auslagen fürs Feiern. Zum Glück waren wir rechtzeitig informiert und haben erst gar keine Verträge mit Zeltwirt und Musikern gemacht“, berichtet Schröder. Er rechne allerdings damit, dass die Zelt-, Bier- und Musikpreise erheblich ansteigen werden, wenn wieder gefeiert werden darf.

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