1. NRW
  2. Städte
  3. Jüchen

Jüchen: Abschied von Pfarrerehepaar Heinz-Günter Schmitz und Anneliese Haubrich-Schmitz in Hochneukirch

Gottesdienst in Jüchen : Feierlicher Abschied von Pfarrerehepaar

Heinz-Günter Schmitz und Anneliese Haubrich-Schmitz gehen in den Ruhestand.

Mehr als drei Jahrzehnte haben Pfarrer Heinz-Günter Schmitz und seine Frau Anneliese Haubrich-Schmitz das evangelische Gemeindeleben maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Jetzt feierte das Pfarrerehepaar, das auf eigenen Wunsch früher in den Ruhestand gehen wollte, seinen Abschied in der Kirche an der Bahnhofstraße.

Anneliese Haubrich-Schmitz und ihr Mann Heinz-Günter verabschiedeten sich in den Ruhestand. Foto: Dieter Staniek

Dicht an dicht drängten sich Gemeindeglieder in den Stuhlreihen, viele hatten lediglich einen Stehplatz bekommen. Während ihrer Zeit in der Gemeinde haben sie das Wort Gottes verbreitet, seine Botschaft vorgelebt und hatten stets ein offenes Ohr für die Menschen. Und so war es nicht verwunderlich, dass Gottes Wort auch im Zentrum der Predigt des Entpflichtungsgottesdienstes stand.„Es ist gut, sich auch am Montag noch an Gottes Wort zu erinnern“, sagte Pfarrerin Haubrich-Schmitz. „Es gibt Kraft im Alltag.“

Die Pfarrerin verglich Worte und die Wahrheit mit Essen. „Wie oft sagen kleine Kinder, dass ihnen etwas nicht schmecke. Es ist gut, wenn sie Eltern haben, die sie bitten, es dennoch zu probieren. Mit der Wahrheit geht es uns ganz ähnlich: Sie schmeckt selten gut, ist bitter. Doch tatsächlich bleiben uns nicht die schönen und schmeichelhaften Worte im Gedächtnis. Es sind die Aussagen, die unseren wunden Punkt treffen und an denen wir uns abarbeiten, die uns letztlich zu dem wachsen lassen, was wir sind.“

Auch Gottes Wort sei manchmal schwere Kost, aber je länger man sie kaue, umso leichter verdaulich werde sie. „Gottes Wort will gelesen, gesprochen, gehört, gekaut, hin- und hergewälzt und verdaut werden, bevor man es weitergibt. Deshalb werde ich nie die Freitagabende im Kreis der Kindergottesdienstmitarbeiter vergessen, bei denen wir genau das getan haben.“ Beruflich hatten die Seelsorger ihren eigenen Schwerpunkt: „Ich sah meine besondere Aufgabe in Hochneukirch in der Konfirmandenarbeit und habe das mit viel Jugendarbeit kombiniert“, sagt die Pfarrerin. „Viele junge Leute sind als Mitarbeiter geblieben.“ Wichtig ist den beiden auch die Integration von Menschen anderer Nationen. Heinz-Günter Schmitz sagt: „Wir haben an einem integrationsfreundlichen Klima mitgearbeitet.“

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gemeinde zu einem gemeinsamen Imbiss ein. Dabei nutzten auch unter anderem der Presbyteriumsvorsitzende Marcel Mostert, Bürgermeister Harald Zillikens und Heinrich Küpper, Kolpingsfamilie Otzenrath die Gelegenheit, dem Pfarrerehepaar für seine inspirierende und integrierende Arbeit zu danken und ihnen für den bevorstehenden Ruhestand nun das Beste zu wünschen.