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Jüchen: 51 Schüler starten nach den Sommerferien in die erste Oberstufe der Gesamtschule

Jüchen : Gesamtschule bereitet Oberstufe vor

Auch in den Ferien wird in der Gesamtschule weiter gearbeitet. Denn nach den Sommerferien startet dort die erste Oberstufe mit aktuell 51 Schülern. Außerdem werden bis November fünf neue Lehrer an der Schule erwartet.

Während die Schüler noch ihre langen Sommerferien genießen, wird in der Chefetage der Gesamtschule Jüchen jetzt konzentriert an der Vorbereitung der ersten Oberstufe gearbeitet, die nach den Ferien an den Start gehen wird. Die Schul- und Abteilungsleiter wechseln sich deshalb mit ihrer Präsenz in der Gesamtschule während der sechswöchigen Ferien ab. 51 Jugendliche werden aktuell in die erste Oberstufe einziehen, wobei allerdings noch vereinzelt mit Nachmeldungen zu rechnen sei, wie Gesamtschulleiterin Susanne Schumacher erläutert. Zustrom erwartet sie etwa aus den neuen Wohngebieten in Jüchen. Noch vor den Ferien waren zu den aktuell 710 Gesamtschülern 20 weitere Kinder für die Jahrgänge acht, neun und zehn auch aus Grevenbroich und Mönchengladbach nachgemeldet worden.

Zweizügig startet die erste Oberstufe der Gesamtschule, wobei es neben dem Kurssystem auch noch so etwas wie Klassenverbände für die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch geben wird: „Wir wollen sehr nah am Schüler arbeiten und werden deshalb kleine Einheiten bilden!“, kündigt die Schulleiterin auch für die Größen der Kurse an.

Schumacher freut sich, dass die Gesamtschule zum neuen Schuljahr personell gut ausgestattet sein wird. Sie wird fünf neue Lehrer einstellen können, drei für die Sekundarstufe II und zwei für die Sekundarstufe I. Bis zum 1. November sollen die neuen Lehrer an Bord sein. Nicht nur ihr Sorgenkind, sondern das aller Schulen, sei aber das Fach Kunst: „Es gibt einfach zu wenige, die Kunst auf Lehramt studieren“, bedauert Schumacher. Glücklicherweise werde ein Kollege aus dem Ruhestand zur Betreuung des musisch-künstlerischen Bereiches an der Gesamtschule zurückkehren. Besonders erleichtert ist die Schulleiterin, dass sie mit den neuen Lehren auch die Fächer Mathematik und Physik gut abdecken kann. Außerdem habe es sich als vorteilhaft erwiesen, dass fast alle der bereits an der Gesamtschule tätigen Lehrer die Lehrbefähigung für die Oberstufe gehabt hätten.

Die neue Oberstufe an der Gesamtschule unterscheidet sich laut Schumacher durchaus von der Oberstufe am benachbarten Gymnasium: „Wir differenzieren stärker und geben unseren Schülern mehr Zeit“, sagt sie. So würden in der Gesamtschul-Oberstufe 188 Schulstunden erteilt, im Gymnasium dagegen nur 156 in der G 8 und nach Rückkehr zu G 9 dann 170 Stunden.

Eine besondere Feier ist zur Eröffnung der ersten Oberstufe in der Gesamtschule nicht geplant. Der Grund: „In die neue Oberstufe wechseln ja fast nur Jugendliche, die sowieso schon an unserer Schule sind. Nur acht Schüler kommen von außerhalb dazu,“ berichtet Schumacher. Allerdings soll es eine Jahrgangstufenfahrt für die neue Oberstufe geben, kündigt sie an. Da die Gesamtschule Jüchen auch Inklusionsschule ist, sollen dort auch Kinder mit Behinderungen die Möglichkeit bekommen, sogar das Abitur zu machen. Dies kann sich die Schulleiterin beispielsweise bei Schülern mit Asperberger Autismus durchaus vorstellen. 60 Kinder mit Förderbedarf besuchen zur Zeit die Gesamtschule. Allerdings beklagt Susanne Schumacher einen akuten Mangel an Lehrern mit sonderpädagogischer Ausbildung.