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Jüchen: 40 Jahre Städteparterschaft zwischen Jüchen und Leers wird 2020 gefeiert

Jüchener Städtepartnerschaft : 40-Jahr-Feier der Partnerschaft mit Leers

Der neue Bürgermeister von Leers machte seinen Antrittsbesuch bei seinem Jüchener Kollegen. Vereinbart wurde eine Fahrt zum Mühlenfest in Leers, bei dem 2020 das 40-Jährige der Städtepartnerschaft groß gefeiert werden soll.

Die Städtepartnerschaft zwischen dem nordfranzösischen Leers und Jüchen besteht 2020 seit 40 Jahren. Und das soll groß gefeiert werden, wie jetzt beim Antrittstreffen des neuen Bürgermeisters von Leers, Jean-Philippe Andriès, bei seinem Jüchener Kollegen Harald Zillikens beschlossen wurde. Wilfried Unrein, Vorsitzender des Jüchener Partnerschaftskomitees, will gemeinsam mit seinen Vereinsmitstreitern für 2020 eine zweitägige Fahrt zum Mühlenfest nach Leers organisieren, das immer im Juni stattfindet. Unrein freut sich: „Der Bürgermeister von Leers hat versprochen, das Mühlenfest 2020 unter das Motto ‚40 Jahre Partnerschaft mit Jüchen’ zu stellen.“ An der Fahrt sollen nach Vorstellung von Unrein nicht nur die Mitglieder des Partnerschaftskomitees, sondern auch Ratsvertreter und andere Bürger teilnehmen.

Zuvor soll aber Bürgermeister Andriès erneut nach Jüchen kommen. Denn Zillikens hat ihn eingeladen, an der feierlichen Ratssitzung zur Stadtwerdung von Jüchen teilzunehmen, die für den 17. Januar 2019 geplant ist. Zu dieser Sitzung mit den ersten Einträgen in das dann brandneue Goldene Buch der Stadt möchte der Jüchener Bürgermeister auch NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach einladen.

Bei seinem Antrittsbesuch im Jüchener Rathaus wurde Andriès von Carole Carrière, der Leiterin der Stadtverwaltung in Leers, begleitet. Seitens der Jüchener Verwaltung waren Wirtschaftsförderin Julia Hurtz mit dabei sowie vom Partnerschaftskomitee Wilfried Unrein und Jürgen Kiltz als Übersetzer. Einig waren sich die deutsch-französischen Städtepartner, die weiterführenden Schulen mit ihren Sprachangeboten für die Partnerschaft sensibilisieren und die bereits bestehenden Aktivitäten noch weiter verstärken zu wollen. Im Gegensatz zu Jüchen gibt es aber in Leers keine weiterführende Schule. Deshalb sollen junge Menschen für die Städtepartnerschaft laut Unrein nach Möglichkeit über den bereits bestehenden Austausch des Gymnasiums Jüchen mit dem Collége in Waterloo sowie über die Gesamtschule Jüchen angesprochen werden.

Denn zu seiner Freude erfuhr Unrein bei der Zusammenkunft, dass die deutsch-französische Begegnung in Verdun, die aus Leers wegen finanzieller Probleme zunächst abgesagt werden musste, nun nachgeholt werden kann. „Der Bürgermeister von Leers hat zugesichert, dass auch dort die Finanzen für die Fahrt zur Verfügung stehen“, berichtete Unrein. Voraussichtlich im September 2020 soll die Friedensfahrt nach Verdun in der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg stattfinden: „Harte Kost“, wie Unrein weiß, der aber zugleich dazu sagt: „Es ist gerade auch für die jüngere Generation wichtig, sich mit der Geschichte zu beschäftigen.“

Auch die sprachlichen Voraussetzungen dazu bestehen laut Unrein seitens des Partnerschaftskomitees und vor allem auch bei den Jüchener Schülern, die Französisch lernen. Zudem spreche der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Leers perfekt Deutsch, und mehrere Mitglieder des Jüchener Komitees beherrschten das Französische ebenfalls perfekt. Unrein weiß aber auch, dass es der allgemeine Trend an französischen Schulen sei, nicht mehr unbedingt Deutsch als Fremdsprache zu erlernen.