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Jüchen: 36 neue Kameras im Schulzentrum

Bildung in Jüchen : 36 neue Überwachungskameras im Schulzentrum

Die Stadt lässt das Areal mit zwei Schulen, Sporthalle und Blockheizkraftwerk permanent überwachen, um Vandalismus-Schäden zu verhindern. Die alte Anlage war defekt. Die neue Technik kostet rund 30.000 Euro.

Ohne Kontrolle geht es offensichtlich nicht im Bereich des Schulzentrums an der Stadionstraße. Zur Überwachung der Flächen am gesamten Schulzentrum in Jüchen wurden am Gymnasium, an er Gesamtschule, an der Mensa, der Dreifachsporthalle und am  Blockheizkraftwerk insgesamt 36 neue Videokameras installiert. Wie Bürgermeister Harald Zillikens mitteilt, werde es wieder eine permanente Überwachung des Bereichs geben. „Leider ist es in der Vergangenheit dort häufiger zu Sachbeschädigungen und Verschmutzungen gekommen“, sagt der Bürgermeister.

Die bisher installierte Überwachungsanlage hat in der letzten Zeit nicht dazu beitragen können, dass es in dem Bereich ohne Vandalismus oder Störungen zugehen konnte. Altersbedingt war sie nicht mehr auf dem Stadt der Technik, heißt es im  Jüchener Rathaus. Zudem war sie bereits seit zwei Jahren defekt, ergänzt die Verwaltung auf Nachfrage. Mit der alten Überwachungsanlage war eine Flächenüberwachung auch nur eingeschränkt möglich. Kurzum: Die alte Technik musste kurzum komplett ersetzt werden.

Niemand soll sagen können, er habe nichts vom visuellen Auge des Gesetzes beziehungsweise des städtischen Ordnungsamtes gehört und gesehen. „Mittels Hinweisschildern wird auf die Videoüberwachung hingewiesen“, betont Bürgermeister Harald Zillikens.

Dass die alte Anlage wegen eines Defekts zuletzt nichts mehr taugte, hatte die Stadtverwaltung verständlicherweise nicht kommuniziert. Vor unzulässigem Verhalten sollte und soll abgeschreckt werden: Wer dennoch meint, Verunreinigungen zu begehen oder Sachbeschädigungen vornehmen zu müssen, darf sich nicht wundern, dass sein Handeln aufgezeichnet und verwertet wird. Auf drei Recordern, die über eine ausreichende Kapazität verfügen, werden die Aufzeichnungen gespeichert, um die übertragenen Bilder aller Kameras zu sichern und bei Bedarf an drei Bildschirmen auszuwerten.

Wegen der neuen Technik und insgesamt drei Recordern lassen sich große Zeiträume aufzeichnen – und das von allen Kameras. Die Aufzeichnungen sind selbstverständlich nicht für die Ewigkeit gedacht: „Sie werden im Rahmen des Datenschutzes gespeichert und nach den geltenden rechtlichen Bestimmungen anschließend gelöscht“, versichert die Verwaltung. Theoretisch könnte es sogar „Live-Übertragungen der Kameras geben. „In der Regel werden die Aufzeichnungen jedoch nur bei Bedarf ausgewertet“, erklärt die Stadt. Insgesamt kostet die neue Videoüberwachung im Jüchener Schulzentrum rund 30.000 Euro. Die bislang m Schulzentrum verursachten Vandalismus-Schäden machen zusammen einen mittleren fünfstelligen Betrag aus.

Die letzten größeren Beschädigungen ereigneten sich im Juli 2018, erklärt die Verwaltung: Dabei „wurden zwei Tischtennisplatten zerstört und eine Wandverkleidung am Gymnasium eingetreten.“ Hinsichtlich der Wandverkleidung konnte der Verursacher  ermittelt werden.

Nicht nur der Vandalismus spielt eine Rolle. Auch die immer wieder vorkommenden Verschmutzungen, die von den Hausmeistern oder dem Baubetriebshof beseitigt werden müssen, sind ein Ärgernis. Auch dagegen soll die Kameraüberwachung zum Einsatz kommen.

Aber die Stadt Jüchen verlässt sich nicht nur auf Technik. „In den vergangenen Jahren war dort besonders an den Wochenenden ein Sicherheitsdienst im Einsatz. Auch ist das Ordnungsamt im Rahmen seiner Kontrollen diesen Bereich immer wieder angefahren“, heißt es auf Anfrage der Redaktion.

Die Verwaltung Jüchen mahnt außerdem, dass damit trotz der neuen Überwachungskameras nicht Schluss ist: „Das Ordnungsamt kontrolliert das Schulzentrum auch weiterhin.“