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Jüchen: 177.000 Euro für ein Radwegekonzept im Revier

Die Zukunft nach dem Tagebau : 196.000 Euro für ein Radwegekonzept im Rheinischen Revier

Der Zweckverband Landfolge Garzweiler, dem die Stadt Jüchen angehört, koordiniert das Projekt für ein gesamtregionales Radverkehrskonzept im Revier. Dafür erhält er jetzt Fördermittel von Bund und Land.

Eine schnelle Ost-West-Verbindung südlich von Jüchen könnte sich der Zweckverband Landfolge Garzweiler bei der Erstellung eines gesamtregionalen Radverkehrskonzepts gut vorstellen. Dies erklärt Andreas Bräuer vom Zweckverband, dem die Kommunen Jüchen, Mönchengladbach, Titz und Erkelenz angehören, nach der Zusage von Fördermitteln, die der Verband im Rahmen des Sofortprogramms zur Stärkung der Kohleregionen erhalten hat.

Das Projekt wird gemeinsam mit den Kreisen des Rheinischen Reviers, der Stadt Mönchengladbach sowie der Städteregion Aachen durchgeführt. Der Bund stellt im Rahmen der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland dem Zweckverband 177.705 Euro Fördermittel zur Verfügung. Das Land stellt weitere 19.800 Euro bereit.

Bisher handelt sich in diesem ersten Schritt lediglich um ein Konzept für das gesamte Rheinische Revier von Mönchengladbach bis Euskirchen, betont Bräuer. Das Rheinische Revier hat das Ziel, Modellregion für nachhaltige Mobilität zu werden. Der Radverkehr spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit dem Konzept soll bis Ende 2021 für das gesamte Revier eine strategische Handlungsgrundlage für die Zeit des Strukturwandelprozesses geschaffen werden. Im Fokus steht eine mit anderen Verkehrsmitteln eng verzahnte Netzplanung. Diese soll vor allem bessere Verbindungen für Alltagsverkehre, etwa für Pendler, schaffen.

Der Gesamtprozess erfolgt in Abstimmung zwischen den Projektpartnern, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) und dem Landesverkehrsministerium. 

„Wir arbeiten in diesem Projekt als Koordinator erstmals stellvertretend für das gesamte Rheinische Revier und freuen uns auf diese Herausforderung“, erklärt Dr. Gregor Bonin, Verbandsvorsteher des Zweckverbands. Geschäftsführer Volker Mielchen berichtet weiter: „Im Sofortprogramm PLUS des Rheinischen Reviers hat das Projekt eine positive Bewertung erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt zur folgenden Umsetzung des Konzepts.“