Im Strukturwandelprozess soll ein Radwegenetz im Rheinischen Revier mit öffentlichen Mitteln gefördert werden

Zweckverband Garzweiler : Zweckverband Garzweiler plant ein Radwegenetz

Mit dem Radverkehrskonzept solle nun für die gesamte Region eine strategische Handlungsgrundlage bis 2040 geschaffen werden. Die künftige Verkehrsnetzplanung solle insbesondere auch schnelle Radverbindungen in die Ballungsräume beinhalten.

Der geplante Kohleausstieg stellt die Region vor große Herausforderungen. Mit einem Sofortprogramm werden durch den Bund und das Land NRW erste Projekte zur Bewältigung des Strukturwandels gefördert, wie der Zweckverband Garzweiler informiert. Ein Zukunftsfeld sei die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur. Der Radverkehr sei ein wichtiges Element für nachhaltige Mobilität. Bislang existierten im Rheinischen Revier schon zahlreiche Initiativen und Projekte. Es fehle jedoch ein übergreifendes Gesamtkonzept. Mit dem Radverkehrskonzept solle nun für die gesamte Region eine strategische Handlungsgrundlage bis 2040 geschaffen werden.

Die künftige Verkehrsnetzplanung solle insbesondere auch schnelle Radverbindungen in die Ballungsräume beinhalten. Verbandsvorsteher Gregor Bonin sagt: „Zur Unterstützung des regionalen Strukturwandels sowie als Beitrag zur Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzzielen ist zudem die Senkung von Emissionen ein wichtiger Aspekt, der durch die Stärkung des Radverkehrs begünstigt wird. Ende 2020 sollen die Projektergebnisse bekannt gemacht werden.“ Und Zweckverband-Geschäftsführer Volker Mielchen kündigt an:. „Der Zweckverband Garzweiler übernimmt dabei als Projektträger die Antragstellung und das Projektmanagement.“ Projektpartner seien die Kreise und Tourismusorganisationen des Rheinische Reviers sowie Mönchengladbach und die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR).

Der Gesamtprozess finde in enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium des Landes NRW statt. Zum Zweckverband Landfolge Garzweiler gehören Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Titz. RWE Power und die Region Köln-Bonn sind beratende Mitglieder ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Dazu haben die Gründungsmitglieder im Jahr 2016 das sogenannte „Drehbuch“ entwickeln lassen. Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er u.a. die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren durch.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE