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Jüchen: Hoher Schaden durch Unfallflucht

Jüchen : Hoher Schaden durch Unfallflucht

Im vergangenen Jahr wurden in der Gemeinde Jüchen zahlreiche Straßenbeleuchtungsmasten von Kraftfahrzeugen angefahren und beschädigt.

Nur in der Hälfte der insgesamt zwölf registrierten Fälle meldeten sich die Verursacher, oder es gingen entsprechende Hinweise von Zeugen ein, so dass die Reparaturkosten von der Verwaltung geltend gemacht werden konnten.

"Leider entfernen sich die Verursacher oft vom Unfallort und die Gemeinde muss diese Kosten selber tragen", berichtet Gemeindesprecher Norbert Wolf. Diese Kosten belasten den Gemeindehaushalt - und damit den Steuerzahler - laut Wolf jeweils mit rund 1500 Euro, inklusive des Austausches des Mastes und der erforderlichen Tiefbauarbeiten.

Zudem stelle das Entfernen eines Unfallbeteiligten vom Unfallort nach Paragraf 142 des Strafgesetzbuches eine Unfallflucht dar und könne mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden, wie der Rathaussprecher weiter betont.

"Die Gemeinde Jüchen appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, im Falle einer Beschädigung eines Straßeneinrichtungsgegenstandes, diese unter Angabe des Namens, der Adresse, des beteiligten Fahrzeugs sowie der Schilderung der Unfallumstände unverzüglich der örtlichen Polizeidienststelle oder Gemeindeverwaltung zu melden", sagt Norbert Wolf. Nur so vermeide man eine strafbare Handlung und ermögliche eine komplikationsfreie Schadenregulierung mit der Kfz-Haftpflichtversicherung, ergänzt der Sprecher.

Auch Zeugen solcher Unfälle, bei denen ein Straßenbeleuchtungsmast oder Straßenmobiliar, zum Beispiel Poller, Parkbänke, Fahrgastunterstände oder ähnliches beschädigt wurden, werden gebeten, dies der Gemeindeverwaltung in Jüchen zu melden.

(NGZ)