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Hochneukirch: Sommerlauf und Big-Band-Konzert im Schmölderpark

Hochbetrieb in Hochneukirch : Sommerlauf und Big-Band-Konzert im Schmölderpark

Hochbetrieb herrschte am Samstag im Schmölderpark in Hochneukirch: Da auch das spätsommerliche Wetter mitspielte, gab es sowohl beim fünften Storch Apotheken Sommerlauf Hochneukirch als auch beim anschließenden Konzert der Big Band des Gymnasiums Jüchen eine gut gelaunte Menschenschar.

 Ob aktiv oder passiv dabei,  am Samstag kamen im Schmölderpark alle auf ihre sportlichen und musikalischen Kosten und freuten sich, zum Ende des Sommers in Corona-Zeiten fast so etwas wie Normalität zu erleben. Zufrieden war auch Robin Pesch vom Veranstalter Dream Big, der sich über die hohe Teilnehmerzahl von rund 300 Personen am Sommerlauf freute. Fast reibungslos verlief die Veranstaltung, bei der die im Prinzip bewährten Laufstrecken der Vorjahre mit dem Ziel im Schmölderpark unter die Laufschuhe genommen wurden.

Einzig bei einem 10-Kilometer-Lauf der Frauenklasse gab es ein Problem, als die souverän Führende kurz vor dem Ziel von einem Ordner falsch eingewiesen wurde und sie noch eine „Ehrenrunde“ drehen musste, derweil die bis dahin mit weitem Abstand Zweitplatzierte zur eigenen Überraschung als Siegerin einlief. Sportlich fair überließ sie bei der Siegerehrung der eigentlich überlegenen Läuferin den ersten Platz. Groß war auch die Teilnahme am Benefizlauf der Kinder, durch die einiges an Spenden für den Kindergarten und für die Grundschule in Hochneukirch zusammenkam, ohne dass Pesch schon konkrete Summen nennen konnte.

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Von der Siegerehrung durch Pesch und Bürgermeister Harald Zillikens auf der Terrasse des Wohnheims ging es nahtlos über ins Konzert der Big Band.  Zillikens wies in seiner Begrüßung der vielen Zuhörer darauf hin, dass dieses Konzert das erste und wohl auch das letzten in diesem Jahr unter freiem Himmel im Schmölderpark sein werde. Geplant waren Musikveranstaltungen wie der NEW-Sommer schon im letzten Sommer nach Fertigstellung der Terrasse mit Sonnenschutz, die endlich für einen ebenen Untergrund bei Aufführungen und Konzerten sorgt.

 Die Big Band des Gymnasiums Jüchen sorgte im Schmölderpark in Hochneukirch für Stimmung.
Die Big Band des Gymnasiums Jüchen sorgte im Schmölderpark in Hochneukirch für Stimmung. Foto: Judith Michaelis

Im Frühjahr 2020, so berichtete Harald Zillikens, hatte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach bei einem Besuch in Jüchen die Zusage zur Förderung der Umbaukosten gegeben. Für rund 68.000 Euro wurde die Terrasse daraufhin saniert. Als sie im Sommer 2020 fertig war, machte Corona allen weiteren Planungen einen Strich durch die Rechnung. „Endlich können wir loslegen“, meinte Zillikens und machte die Bühne frei für die Big Band, deren Mitglieder ebenfalls sagen konnten: „Endlich können wir loslegen.“

Die Big Band hat die Corona-Pandemie ziemlich schadlos überstanden, wie Leiter Jörg Enderle berichtete. Auf ziemlich unkonventionelle Weise hat das Ensemble während der Ruhephase eine CD eingespielt. „Jede Instrumentengruppe hat für sich gearbeitet. Anschließend wurden die einzelnen Teile zusammengeschnitten“, erläuterte der Lehrer. „So ist es gelungen, die Mitglieder bei Laune zu halten.“ Angenehm überrascht war er vom derzeitigen Niveau seiner Truppe: „Wir sind fast so weit wie vorher.“ Stücke aus der CD „Challenges“ wie auch Teile des bewährten Repertoires spielte die Big Band im Schmölderpark. Ein bunter Mix aus Swing, Latin und Rock im Big-Band-Sound unterhielt die Zuhörer.

Auch der Gesang kam dabei nicht zu kurz. Für den Gesangspart zuständig war Finja Sellke, die mit ihrer Stimme, gut ausgesteuert durch die Technikcrew mit Ria Hilmer und Niklas John, ausgezeichnet mit den Instrumentalisten harmonierte. Beachtliche 13 Stücke, einschließlich der Zugabe, enthielt der Programmzettel. Einer der Höhepunkte dabei war sicherlich George Gershwins „A Foggy Day“, wobei der Klassiker nur bedingt das spätsommerliche Wetter widerspiegelt. Vom Londoner Nebel war in Hochneukirch am Samstag weit und breit nichts zu sehen. Mit „Don‘t Know Why“ von Jesse Harris hatte die Big-Band ihre Auftritt begonnen. „Birdland“ von Joe Zawinul, eine Hommage an den gleichnamigen New Yorker Jazz-Club und den Spitznamen des Jazz-Saxophonisten Charlie Parker, gehört fast schon zu den Pflichtstücken einer Big-Band. Die jungen Musiker bewiesen anschließend mit „On Broadway“, dass sie durchaus auch im Soul zu Hause sind. Etwas rockiger ging es bei „Cold Duck Time“ von Eddie Harris zu, derweil Gershwin mit „But not for me“ noch einmal bei diesem ersten und letzten Konzert in diesem Jahr im Schmölderpark zu Ehren kam.

Im nächsten Jahr, so hofft Zillikens, werden die Stadt und ihre Partner wieder mit Freiluftveranstaltungen an diesem Ort durchstarten können – und wird auch Pesch sicherlich wieder zu einem Sommerlauf Hochneukirch einladen.

Bürgermeister Harald Zillikens nutzte das Konzert der Big-Band des Gymnasiums zur Werbung für das nächste Auftreten des Ensembles. Die Big-Band wird Mitte Januar beim Neujahrsempfang der Stadt Jüchen in der Peter-Giesen-Halle auftreten. Es könnte einer der letzten Auftritte von Bandleiter Jörg Enderle sein, der nach Zillikens Worten kurz danach in den Ruhestand tritt.