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Jüchen: Haus Katz wird barrierefrei

Jüchen : Haus Katz wird barrierefrei

Das denkmalgeschützte Haus Katz wird für 150 000 Euro umgebaut. Damit es künftig behindertengerecht ist, lässt die Gemeinde einen Aufzug, neue Toiletten und ein Behinderten-WC installieren. Im Dezember soll alles fertig sein.

Den Toiletten im Haus Katz hatte ein neues Antlitz ohnehin gut getan. Und weil das historische Gebäude als Mittelpunkt der Gemeinde für alle Bürger zugänglich sein soll, hat der Rat mit einem Beschluss aus dem Februar gleich noch ein paar Sonderbaumaßnahmen angesetzt.

150 000 Euro kostet der Umbau, bei dem neben den neuen Toilettenräumen auch ein behindertengerechtes WC entsteht. Die meiste Arbeit jedoch wird der Aufzug machen, der auch Rollstuhlfahrern und Menschen mit Gehhilfen oder Kinderwagen die erste Etage des Haus Katz erschließen soll.

"Wir liegen mit den Arbeiten gut in der Zeit und werden voraussichtlich Ende November, Anfang Dezember fertig sein", sagt Oswald Duda, Technischer Dezernent der Gemeinde. Im Moment laufen die Rohbauarbeiten. "In den neuen Toilettenräumen wurden bereits Trennwände gesetzt sowie Strom-, Abwasser und Wasserleitungen verlegt", sagt Duda. In den kommenden Wochen werden die Wände verputzt, Fliesen verlegt und die Sanitäranlagen installiert.

Auch für den Aufzug, der ab Dezember Erdgeschoss und erste Etage verbinden soll, sind die ersten Vorbereitungen getroffen. "Der Durchbruch in der Decke ist schon sichtbar, die Holzbalken mussten dafür abgeschnitten und abgefangen werden", erklärt Duda.

Nachdem die Fliesen weggerissen worden waren, hatten die Arbeiter zunächst den Boden statisch verstärken müssen, um einen geeigneten Untergrund für den Aufzug zu schaffen, der im Ausstellungsraum im Erdgeschoss liegt und über eine Rampe, die außen um das Haus verläuft, erreicht werden kann.

Bei den Arbeiten war man auch auf eine der unvorhersehbaren Kleinigkeiten gestoßen, mit denen man während Baumaßnahmen gerne überrascht wird. "Mitten durch den Boden, über den wir den Aufzug installieren wollen, lief eine Heizungsleitung. Die haben wir dann umgelegt, weil man andernfalls bei Problemen künftig nicht mehr an die Leitungen herangekommen wäre", so Duda. Die zusätzlichen Maßnahmen hätten jedoch nur wenige Hundert Euro verschlungen.

Weil Haus Katz unter Denkmalschutz steht, waren die Vorbereitungen auf den Umbau nicht ganz kompromisslos verlaufen. " "Wir haben uns gerade aus diesen Gründen für einen gläsernen Aufzug entschieden, der in der ersten Etage in einer ebenfalls gläsernen Kapsel mündet", sagt Oswald Duda. Auf diese Weise "erschlage" der Aufzug die Räume im Erdgeschoss und in der ersten Etage nicht und verbaue auch kaum den Blick auf die denkmalgeschützte Architektur.

(RP)