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Gymnasium Jüchen feierte 20-jähriges Bestehen

20 Jahre Gymnasium Jüchen : Gymnasium feiert mit Musik und Ehrengästen

Das 20-Jährige des Gymnasiums mündete in einen Festakt mit Ehrengästen. Viel Musik prägte die gesamte Veranstaltungsreihe.

Bis zum Schluss der fast ganzjährigen Veranstaltungen zum 20. Geburtstag des Jüchener Gymnasiums ging und geht es musikalisch zu. Denn die renommierten Big und Concert Bands der Schule sorgten auch beim Festakt am Freitag sowie bei den beiden vorherigen Konzerten im Atrium für einen exzellenten Sound. Am heutigen Samstag werden die Bands zum Abschluss des großen Schulgeburtstages das Sommernachtskonzert des BSHV am Haus Katz gestalten.

Bevor am Freitag in den Nachmittags-und Abendstunden die breite Öffentlichkeit zum Schulfest eingeladen waren, schlug am Vormittag die Stunde der Ehrengäste, beispielsweise von der Bezirksregierung, aber auch der Ehemaligen des Gymnasiums: Allen voran war der Gründungsleiter Gerd Acker gekommen. Er erinnerte an die schweren Anfänge in nur drei „ausgeliehenen“ Klassenräumen in der Grundschule Bedburdyck mit fünf Lehrern und drei von anderen Schulen abgeordneten Kräften. Doch die Schüler seien damals so fleißig gewesen, dass sie sich sogar den Samstagsunterricht gewünscht hätten. Die heutige Schulleiterin Monika Thouet freut sich über eine seit einigen Jahren vierzügige Sexta und bei einer Gesamtschülerzahl von 800 über eine Lehrerquote von 102 Prozent. Tatsächlich gebe es immer wieder Initiativbewerbungen, und sogar etliche pensionierte Lehrer seien noch stundenweise am Jüchener Gymnasium tätig. Wo andere über Lehrermangel klagten, sei das Gymnasium mit 55 Lehrern und acht Referendaren hervorragend ausgestattet.

 Finja Sellke ist die neue Sängerin der Big Band.
Finja Sellke ist die neue Sängerin der Big Band. Foto: Kerstin Roske

Den großen muskalischen Schwerpunkt des Gymnasiums präsentierten die Big- und Concert Bands eindrucksvoll bei ihren Konzerten im Atrium, zu denen an den Vorabenden des Fest-Freitages immerhin 400 Zuhörer kamen. . Mit stehenden Ovationen wurden die beiden Ensembles von den begeisterten Zuschauern verabschiedet, und das vor allem wegen ihrer musikalischen Qualität. Mit John Williams „Starwars“-Thema und Henry Mancinis „Moonriver“ zeigte die Concert Band - das mit 40 Musikern größere der beiden Ensembles - einen ihrer stilistischen Schwerpunkte.

Und Lilly Schmitzens „Moonriver“ ging unter die Haut: Ihr Saxophonsolo wirkte musikalisch reif und dynamisch differenziert, ebenso das ihrer Bandkollegin Maike Schmitz. Diese spielte auf dem Sopransaxofon Astor Piazzollas „Oblivion“ - und das überraschend mit der ganzen diesem Stück innewohnenden Schwermut. Gerade bei den drei dargebotenen Medleys (Ray Charles, Queen, Abba) zeigte die Band ihre große dynamische Flexibilität. Mit dezent artikulierten Holzbläser-Übergängen und druckvollen Tutti-Parts bot sie das ganze Spektrum an dynamischen und instrumentalen Facetten.

Mit der mit mehreren Wettbewerbspreisen dekorierten Big Band wurde es jazzig im Atrium. Mit Swing-Titeln, unter anderem von Count Basie „Shiny Stockings“, Salsa „Sabor de Cuba“, zeigte das Ensemble souverän seine stilistische Wandlungsfähigkeit. Bemerkenswert sind auch die Solisten, allen voran Sören Berg mit perfektem Timing und weichem Ton. Finja Sellke, die neue Sängerin der Big Band, begeisterte das Publikum mit extrem sauberer Intonation und großer stimmlicher Flexibilität. Ihre stimmliche Wandlungsfähigkeit vom rockig dargebotenen „Birdland“ bis hin zum mit weichem Timbre dargebotenen „Somewhere Over The Rainbow“ war bemerkenswert.