Jüchen: Großer Andrang auf den ersten Bauspielplatz

Jüchen : Großer Andrang auf den ersten Bauspielplatz

Das Kreisjugendamt holt in den Sommerferien zum ersten Mal einen Bauspielplatz nach Jüchen. 100 Kinder können teilnehmen, 60 sind schon angemeldet. Über das Bundesteilhabegesetz sollen auch Kinder von Bedürftigen dabei sein.

Eine Neuheit bietet das Kreisjugendamt in diesem Sommerferien an: Zum ersten Mal wird es einen Bauspielplatz im Schmölderpark in Hochneukirch vom 31. Juli bis zum 4. August geben. Für 30 Euro, inklusive Frühstück, können die Kinder an diesem Ferienprogramm teilnehmen, für das sogar noch Preisermäßigungen über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) möglich sind. Zusätzlich wird eine Randzeitenbetreuung angeboten. Das Programm läuft normalereise von 9 bis 16 Uhr. Berufstätige Eltern können ihre Kinder aber auch bereits ab 7 Uhr abgeben. Dann kostet das Ferienprogramm 45 Euro.

Es können 100 Kinder teilnehmen. Laut Reinhard Giese vom Kreisjugendamt gibt es aber bereits 60 Anmeldungen für den Bauspielplatz, der in Kooperation mit Hoch3, dem Betreiber des Jugendtreffs Bamm, stattfinden soll. Außerdem sollen laut Giese die Bewohner des benachbarten Lebenshilfe-Hauses in die Aktivitäten auf dem Bauspielplatz einbezogen werden. "Alle Kinder sollen mitmachen können", betonte Giese im Schul- und Jugendausschuss. Deshalb würden betroffenen Eltern auch niederschwellig von den entsprechenden Sozialarbeitern auf Fördermittel auf sem BuT hingewiesen.

Bei der Finanzierung der BuT-Sozialarbeiter gibt es jetzt aber Änderungen, wie der Schulausschuss informiert wurde. Zunächst waren im Jahr 2012 im Rhein-Kreis Neuss insgesamt 26 Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit (BuT) mit insgesamt 34 Schulsozialarbeitern eingerichtet worden. Davon entfiel eine Vollzeitstelle auf die Gemeinde Jüchen. Die Einstellung dieses Personals und die Einsatzkoordination der Stellen wurden dem Technologiezentrum Glehn als Tochter des Kreises übertragen.

Seit Januar 2015 wird die Schulsozialarbeit (BuT) im Rahmen des Landesprogrammes "Soziale Arbeit an Schulen" vom Rhein-Kreis und dem Land NRW im Verhältnis 40:60 Prozent kofinanziert. Der kommunale Anteil konnte 2015 bis 2017 aus einer Rücklage des Kreises sichergestellt werden, die aus Restmitteln der Anschubfinanzierung des Bundes für die Jahre 2011 bis 2013 gebildet wurde. Gemäß Mitteilung des Rhein-Kreises Neuss ist diese Rücklage mit Abschluss des Haushaltjahres aber 2017 aufgebraucht.

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales hat bekannt gegeben, dass zur Weiterführung der sozialen Arbeit an Schulen im Zusammenhang mit dem Bildungs- und Teilhabepaket eine entsprechende Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 2018 im Landeshaushalt aufgenommen wurde. Zur Deckung des 40-prozentigen Eigenanteils ab dem Jahr 2018 wurde zwischen allen Kommunen und dem Rhein-Kreis Kreis vereinbart, dass dieser nicht über die Kreisumlage finanziert werden soll, sondern von den Städten und Gemeinden eine direkte Erstattung an den Kreis bzw. das Technologiezentrum Glehn erfolgt. Entsprechend der aktuellen Anzahl der Kinder und Schüler SGB II-Bezug im Jahr 2017 entfällt auf die Gemeinde Jüchen ein Anteil von 0,8 der nun insgesamt 22 geförderten Stellen. Hieraus errechnet sich ein kommunaler Eigenanteil in Höhe von 17.776,43 Euro, der ab dem Jahr 2018 im Haushalt veranschlagt wird.

(NGZ)