Jüchen: Glasfaser- und B 59-Baustellen im Zeitplan

Jüchen: Glasfaser- und B 59-Baustellen im Zeitplan

Nach den Weihnachtsferien geht es mit der Sanierung der B 59 planmäßig weiter. Und bei dem Großprojekt Glasfaserausbau zeichen sich die letzten Endabnahmen ab. Die Gemeinde hatte bei beiden Projekten Reklamationen.

Stillstand herrscht zurzeit auf der B 59-Baustelle nicht etwa, weil es wieder Probleme mit einem bereits fertiggestellten Teilabschnitt der Ortsdurchfahrt geben würde. Die Baufirma hat schlicht und einfach zwei Wochen lang Weihnachtferien, wie der Technische Dezernent Oswald Duda weiß. Nachdem auf der Odenkirchener Straße Baumängel festgestellt wurden, die zu einem späteren Zeitpunkt, wahrscheinlich im Frühjahr, durch eine Teilerneuerung der Fahrbahn behoben werden sollen, werde jetzt noch genauer hingeschaut, betont Duda.

So seien nach der Panne auf der Odenkirchener Straße sukzessive bei den folgenden Teilabschnitten immer gleich Fahrbahnmessungen angesetzt worden. Und es seien auch keine Höhenabweichungen mehr festgestellt worden, die die Toleranzgrenzen überschreiten. "Wir sind alle ärgerlich darüber, dass an der Odenkirchener Straße die Fahrbahn wieder aufgerissen und erneuert werden muss", gibt Duda zu. Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Bauqualität verbessert habe.

Recht gut eingespielt habe sich auch die aktuelle Baustellenumfahrung innerorts, wie Duda beobachtet: Vom Kreisverkehr an der Konrad-Duden-Allee wird der Verkehr bekanntlich durch die Tempo-30-Zone am Schulzentrum entlang in Richtung Markt geführt. Abfließen kann der Verkehr in Richtung Grevenbroich dann über die Grubenrandstraße. An der durch den Durchgangsverkehr erheblich mehr belasteten Stadionstraße hat die Gemeinde Jüchen zur Sicherung der Schüler eine provisorische Fußgängerampel aufgestellt. Durch die Verkehrsdichte sind die Bremsschwellen auf dieser Straße aber arg in Mitleidenschaft gezogen und teilweise aufgebrochen.

Für eine weitere Baustelle, die bisher wohl flächendeckend größte Baumaßnahe, sieht Oswald Duda nun den erfolgreichen Endspurt nahen: Gemeint ist der Glasfaserausbau, der in vielen Ortsteilen und Straßen zu Reklamationen Anlass geboten hatte. Deshalb hatte die Gemeinde Jüchen auch zeitweilig einen Baustopp verfügt. Sie hatte die Deutsche Glasfaser (DG) aufgefordert, zunächst die Mängel zu beseitigen, bevor sie an neuen Stellen weitermachen durfte.

Ob Mängel an den DG-Baustellen zu beanstanden gewesen seien, habe auch sehr von den unterschiedlichen Baukolonnen abgehangen, die im Auftrag der DG in Jüchen tätig geworden seien, sagt Duda. So habe es auch Ortsteile wie Holz gegeben, wo sehr gut gearbeitet worden sei. Und zu bedenken sei auch: "So ein großes Projekt wie den Glasfaserausbau hatten wir ja auch vorher im Gemeindegebiet noch nie gehabt", gibt der Dezernent zu bedenken.

Insgesamt sind laut Duda jetzt noch 120 sogenannte Distribution Points (DP) endabgenommen worden sowie 16 weitere Stellen, die auf Strecken zwischen einzelnen Ortsteilen liegen. Bei 30 Stellen seien noch Mängel zu beheben: "Wenn uns die Mängelbeseitigung gemeldet worden ist, findet eine erneute Kontrolle statt, bevor die Endabnahme erfolgt", erläutert Duda. Außerdem werde es nach zwei Jahren eine Gewährleistungsabnahme mit der Gemeinde und der DG an allen 120 DPs geben, ab deren Zeitpunkt dann die Regresszeit laufe.

(NGZ)