Jüchen: Glasfaser: 1974 von 4325 Haushalten am Netz

Jüchen : Glasfaser: 1974 von 4325 Haushalten am Netz

Ein Drittel der Glasfaser-Baustellen sind von der Gemeinde Jüchen abgenommen. Von 4325 Anschlüssen sind bis jetzt 1974 aktiviert.

Seit etlichen Monaten warten einige Bürger in Holz darauf, nach dem Ausbau des Glasfasernetzes auch endlich das schnelle Internet nutzen zu können. Aus anderen Ortsteilen fragen Bürger, wie es mit der Rückerstattung der Grundgebühren nach der Vertragsübernahme durch die Deutsche Glasfaser funktioniert? In einigen Fällen hätte sich der vorherige Anbieter (Provider) geweigert, die Grundgebühr zu erstatten.

Die NGZ-Redaktion fragte bei der Deutschen Glasfaser (DG) und bei der Gemeinde Jüchen nach, wie viele Anschlüsse mittlerweile aktiviert und wie viele Glasfaserbaustellen in Jüchen reklamationsfrei abgenommen werden konnten. Zur Erinnerung: Es hatte in Jüchen viele Klagen über mangelhafte Arbeiten durch den Subunternehmer der DG, die holländische Baufirma van Gelder, gegeben. Und Bürger befürchten, dass Folgeschäden erst nach dem ersten Frost offenbar werden.

Laut DG-Sprecherin Nicole Holländer sind mittlerweile 4325 Haushalte in Jüchen für den Glasfaseranschluss vorbereitet. Auf die Frage, was die DG unter einem vorbereiteten Anschluss versteht, antwortet die Sprecherin, die DG habe in Jüchen die Glasfaser bis in die Gehwege verbaut. Diejenigen Kunden, die heute noch keinen Anschluss bezogen hätten, könnten später noch einen Anschluss buchen. Die Glasfaser sei für etwas mehr als 100 Prozent der Projektgebiete vorbereitet, so dass sich später immer noch Kunden auf dem Netz anmelden könnten und ein ganzer Ort und nicht nur die erforderlichen 40 Prozent verfügbar seien. De facto seien in Jüchen jetzt 1974 Anschlüsse aktiviert und am Netz.

Nach Auskunft von Gemeindesprecher Norbert Wolf hat jetzt eine neuerliche Baustellenbegehung mit der DG und dem Subunternehmer van Gelder stattgefunden. Das vorläufige Ergebnis: Von insgesamt 115 Bauabschnitten und zehn Strecken seien mittlerweile etwa ein Drittel abgenommen, wobei teilweise nur noch eine Kontrolle der Restmängel erfolgen müsse. Dazu gehören laut Wolf unter anderem die Ortschaften Hoppers, Waat, Neuenhoven, Schlich, Wallrath und Rath. Allerdings hätten in den vergangenen acht Wochen aus firmeninternen Gründen keine Neuabnahmen mehr stattgefunden. Hierdurch entstünden für die Gemeinde jedoch keine Nachteile, sagt Wolf.

Auf Redaktionsnachfrage zur Übernahme der Altverträge mit anderen Gesellschaften sagte Holländer: "Alle Provider haben hier die gleiche Regelung für die Kunden. Nach Aktivierung des Anschlusses werden die Provider die heutigen Telefonverträge der Kunden kündigen und die Portierung der Rufnummern beauftragen." Der Kunde könne, so lange der alte Vertrag noch laufe, den Glasfaseranschluss bereits nutzen. Die Kosten für das Basispaket fielen für den Kunden erst an, wenn sein alter Vertrag ausgelaufen und die Rufnummer von seinem alten Provider auf den neuen übertragen werde. Das geschehe automatisch, sichert sie zu.

(NGZ)
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