Gierather sieht Unfallgefahr auf L 116 in Jüchen

Verkehr auf der Landstraße : Gierather sieht Unfallgefahren für Fahrradfahrer auf der L 116

Der Gierather Dietmar Schulz fordert Tempo 70 im Bereich von Einmündungen an der L 116 zur Sicherheit von Radlern, die die Straße queren.

Eine erhebliche Unfallgefahr sieht Dietmar Schulz auf der L 116 für Radfahrer und E-Biker. Er fordert im Bereich von zwei Kreuzungen zwischen Gierath und Neuenhoven Tempo 70.

Dietmar Schulz fordert Tempo 70 auf der L 116 an Einmündungen – beispielsweise an der Neuenhovener Straße. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Der 68 Jahre alte Ruheständler ist viel mit dem Fahrrad unterwegs, und dabei kreuzt der Gierather häufiger die Landesstraße 116. Kein leichtes Unterfangen, wie er feststellt – beispielsweise an der Einmündung der aus Gierath kommenden Neuenhovener Straße. „An anderen Einmündungen entlang der L 116, etwa an der Brabanter Straße, gilt Tempo 70. An der Neuenhovener Straße aber wird aus Richtung Neuenhoven etwa 250 Meter vorher Tempo 70 aufgehoben, Autofahrer dürfen dann mit 100 auf der L 116 fahren“, erklärt Dietmar Schulz. Das sei zu schnell. „Wenn jemand mit dem Fahrrad dort die Straße queren will, erst nach links und dann nach rechts sieht, dann ist oft schon von links ein Auto heran gebraust“, berichtet er. Wegen der nördlich liegenden Kurve und des Gefälles sei der Verkehr nur schlecht zu sehen.

Auch etwas weiter an der Kreuzstraße gelte Tempo 100. Die Forderung von Schulz: Beide Kreuzungen sollten mit Tempo 70 sicherer gestaltet werden. „Am besten wäre es, auf dem ganzen Bereich durchgehend Tempo 70 auszuweisen, damit Autofahrer nicht an jeder Kreuzung bremsen und dann wieder beschleunigen.“ Ein weiterer Verbesserungsvorschlag: An der Einmündung An der Landstraße gelte zwar Tempo 70, aus Richtung Gierath werde das Limit aber wenige Meter später aufgehoben. „Da beschleunigen viele Autofahrer bereits vorher“, sagt Schulz, der auch hier eine Verlängerung des 70er-Bereichs anregt.

Ein Tempo-Limit anordnen müsste der Rhein-Kreis Neuss. „Geschwindigkeitsstandard außerhalb geschlossener Ortschaften ist Tempo 100. Abweichungen müssen begründet sein, etwa an Unfallhäufungspunkten oder Kreuzungsbereichen“, erläutert Sprecher Reinhold Jung. „Jeder Bürger kann formlos einen Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung stellen.“ Der werde dann geprüft, dabei werde auch die Polizei einbezogen. Um Unfallhäufungsstellen handelt es sich an den Einmündungen nicht. Laut Polizeisprecher Hartmut Batz ereigneten sich an der Neuenhovener Straße seit 2016 drei Unfälle mit Leichtverletzten, an der Kreuzstraße einer.

(cso-)