Jüchen: Generationen in Hochneukirch erzogen

Jüchen : Generationen in Hochneukirch erzogen

Heike Pesch hat sich ihren Berufswunsch Erzieherin erfüllt. Mehr als 33 Jahre betreut sie in der Einrichtung St. Pantaleon den Nachwuchs in Hochneukirch. Jetzt ist die 52-Jährige Chefin in der katholischen Kita "Unserer lieben Frau" in Jüchen.

Wenn Heike Pesch in Hochneukirch unterwegs ist, dann braucht sie oft etwas mehr Zeit: Immer wieder wird die 52-Jährige begrüßt. "Hallo, Frau Pesch!", ist oft zu hören. Dass die gebürtige Hochneukirchenerin so bekannt ist, liegt an ihrem Beruf: Mehr als 33 Jahre arbeitete Pesch im katholischen Familienzentrum St. Pantaleon in Hochneukirch, zuletzt als stellvertretende Leiterin der Einrichtung: "Ich habe schon zwei Generationen von Familien betreut", erzählt sie mit einem Lächeln. Doch jetzt müssen die Hochneukircher auf ihre "Frau Peschi" verzichten: Sie hat die Leitung der katholischen Kita "Unserer lieben Frau" in Jüchen übernommen: "Das war auch für mich eine Umstellung. Ich kenne hier nur wenige Menschen, fange nochmals von vorn an."

Jungen und Mädchen bei den ersten Erfahrungen im Kindergarten zu begleiten - das war bereits als Teenager der Wunsch von Heike Pesch. Ihr Vater sei damals skeptisch gewesen, aber die Hochneukircherin überzeugte ihn. Und sie selbst ist auch noch heute überzeugt, dass ihre Berufswahl richtig war: "Erzieherin zu werden, das war von Anfang an mein Wunsch - ich würde es immer wieder tun."

Die katholische Einrichtung St. Pantaleon besuchte Heike Pesch selbst als Mädchen - als Praktikantin kehrte sie dorthin zurück und blieb als Erzieherin und über 20 Jahre als stellvertretende Leiterin. "Mit der Leiterin meiner Kindergartengruppe habe ich später zusammengearbeitet", erzählt Pesch.

Als der Träger, der Kirchengemeindeverband Jüchen, eine Nachfolgerin für Lieve Lopski in Jüchen suchte, überlegte Heike Pesch den Wechsel und entschied sich für die neue Herausforderung. Allerdings arbeitet nicht nur sie in einer neuen Umgebung, sondern das gesamte Team. Soeben wurde der Umbau beendet. Durch eine aufgestockte Etage wurde auch das Aussehen des angrenzenden Marienheimes vollständig verändert.

Denn durch den neuen Anbau gibt es mehr Platz in der Einrichtung: Jeder Gruppe verfügt jetzt über eigene Nebenräume; außerdem wurde der Sanitärbereich vollständig erneuert und kindgerecht ausgestattet. Insgesamt 69 Mädchen und Jungen werden im neuen Kita-Jahr in den umgebauten Räumlichkeiten betreut. Jede der drei Gruppen bietet sechs Plätze für Unter-Dreijährige. "Wir arbeiten teiloffen, die Kinder können auch Zeit außerhalb ihrer eigenen Gruppe verbringen", erläutert die Kita-Leiterin. Für gemeinsame Mahlzeiten stehen bunte Tische und Stühle im Bistro.

In Hochneukirch fühlt sich Heike Pesch trotz des neuen Arbeitsplatzes in Jüchen unverändert zu Hause: Hier lebt sie auch mit ihrem Mann. Den gebürtigen Gierather hat sie während der gemeinsamen Schulzeit an der Hauptschule in Grevenbroich kennengelernt. Nach der Hochzeit komplettierten zwei Söhne die Familie. Und was macht Heike Pesch, wenn sie die Kita-Tür schließt? "Ich kann das Nichtstun genießen." Dazu hat sie jetzt Gelegenheit: Denn die Kita "Unserer lieben Frau" hat jetzt Ferien.

(NGZ)