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Gemeindejugendring will Präsenz zeigen

Jugendarbeit in Jüchen : Gemeindejugendring will Präsenz zeigen

Zum ersten Mal richtet der Gemeindejugendring Jüchen im September, ein Jugendkulturfestival am Schulzentrum aus. Unter anderem machen Gruppen von Jugendtreffs, Pfadfinder, Jugendfeuerwehr und mehrere Bands mit.

Jeder sollte einen Platz in der Jugendarbeit finden – deshalb will der neue Vorstand des Gemeindejugendrings diese künftig sichtbarer machen. Das Jugendkulturfestival am Samstag, 22. September, veranstaltet neben dem Schulzentrum Jüchen am Skaterpark will Jugendfeuerwehr, Pfadfinder und viele andere zusammen bringen.

Selfies – Selbstportraits mit dem Handy – sind der letzte Schrei unter Jugendlichen. Im Jugendcafé Bamm haben Heranwachsende den aktuellen Trend genauer unter die Lupe genommen. Eine Woche beschäftigten sich Jugendliche in drei verschiedenen Einrichtungen in Jüchen mit dem Thema Kultur. Auf dem Jugendkulturfestival des Gemeindejugendrings werden die Ergebnisse der Projekte vorgestellt. Auch im Jugendtreff „A 3“ waren die Teenager fleißig: Unter der Leitung von Stefan Bredt haben sie einen eigenen Youtube-Kanal für die Einrichtung erstellt. Graffiti-Design brachte der stellvertretende Leiter des Jugendgemeinderings René Bamberg den Teilnehmern in der Evangelischen Kirche in Jüchen bei.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, ein bisschen mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden“, sagt der Vorsitzende des Gemeindejugendrings Thomas Sablotny. Die „Sichtbarkeit“ der verschiedenen Angebote sei wichtig, damit jeder seinen Platz in der Jugendarbeit bekomme – „ob als Teilnehmer oder Ehrenamtler“. Es sei schöner, wenn man gemeinsam auftrete. Beim Event im September sind deshalb beispielsweise auch Jugendfeuerwehr und Pfadfinder an der Gesamtschule vertreten.

Um 13 Uhr startet das Event mit einem Wettbewerb für junge Skateboard-Fans. Der direkt neben dem Schulzentrum befindliche Skaterpark lädt ausdrücklich Amateure zur Teilnahme ein, sagt Sablotny. Unterstützt wird der Gemeindejugendring dabei von der Rollbrett Union aus Mönchengladbach. Die Pfadfinder bauen beim Jugendkulturfestival ein spezielles Zelt, eine Jurte, auf, die Jugendfeuerwehr kommt mit Löschfahrzeugen. Außerdem sind drei Bands eingeladen, die für musikalische Unterhaltung sorgen werden: Tourette, Abiband und Move Move Move. Tourette und Abiband proben beide regelmäßig im Café Bamm. Letztere gab sich ihren Namen, da sie bis zum Abitur „auftrittsreif“ seien wollten. „Das sind sie aber jetzt schon und geben eine musikalische Kostprobe auf dem Jugendfestival“, sagt Sablotny. Erwartet wird außerdem hoher Besuch aus Amerika: Move Move Move sind gerade auf Deutschlandtour und geben ihr Abschlusskonzert in Jüchen. Das Ende ist um 22 Uhr. „Dann müssen wir auch leise sein“, sagt Sablotny.

Nach den Sommerferien geht der Gemeindejugendring in die Planung für 2019. Die Sommersause und das Jugendkulturfestival waren die ersten Aktionen des neuen Vorstands. Nach fast 17 Jahren gab Stefan Bredt die Verantwortung an Sablotny ab. René Bamberg übernimmt die Stellvertretung. „Jugendarbeit braucht eine Lobby“, sagt Sablotny. Dadurch werde auch der politische Einfluss größer, den der Gemeindejugendring mit jeweils einer beratenden Stimme im Jugendhilfeausschuss des Rhein-Kreises und im Schul- und Jugendausschuss der Gemeinde Jüchen hat.