1. NRW
  2. Städte
  3. Jüchen

FWG Jüchen beantragt Verkürzung der Liegezeit für Urnen von 25 auf zwölf Jahre

Friedhöfe in Jüchen : FWG will Liegezeit für Urnen auf zwölf Jahre verkürzen

Laut Wählergemeinschaft wünschen viele Bürger kürzere Ruhezeiten. Nötig ist laut Fraktionsvorsitzendem Gerolf Hommel nur ein Grabkammersystem auf einem der sechs Jüchener Friedhöfe. Das würde Kosten sparen.

Eigentlich ist es ein altbekanntes Thema, aber zumindest für die FWG gibt es noch keine befriedigende Lösung. Deshalb hakt Fraktionsvorsitzender Gerolf Hommel jetzt bei der Stadt nochmals nach und erneuert die Forderung einer kürzeren Liegezeit für Urnen auf den Jüchener Friedhöfen. Hommel hält der Verwaltung vor, der Bundesdurchschnitt bei Urnenbestattungen liege derzeit bei mehr als 70 Prozent, Tendenz steigend. Allerdings werde die  Liegezeit von 25 Jahren für Urnen  auf den Jüchener Friedhöfen auch von Experten als „viel zu lang“ betrachtet. Hommel sagt: „Der FWG ist bekannt, dass es viele Bürger gibt, die dies ebenfalls so sehen.“ Zudem werde eine kürzere Liegezeit in vielen anderen Städten praktiziert.

Gerolf Hommel fordert eine erneute Beratung im Stadtrat. Foto: Gundhild Tillmanns

Eine Bürgerin habe gegenüber der FWG argumentiert, sie müsse 115 Jahre alt werden, wenn sie den 25 Jahres-Vertrag für die Urne ihres verstorbenen Mannes noch erlebe wolle. Eine weitere Bürgerin habe der FWG gegenüber von „einer Zumutung für die ältere Bevölkerung“ gesprochen.

Die FWG schlägt erneut vor, durch die Errichtung zunächst einer Grabkammer auf einem einzigen Friedhof in Jüchen die Voraussetzung zur Änderung der Satzung und Verkürzung der Liegezeit zu schaffen. Hommel denkt an etwa zwölf Jahre. Er erinnert: „Seitens der FWG gab es für die Ratssitzung am 1. Oktober 2018 zunächst eine Anfrage zur Verkürzung der Liegezeit. Dazu teilte die Verwaltung mit, dass Bodengutachten erforderlich seien“ und bei einer Errichtung von Grabkammern auf allen sechs Friedhöfen Kosten von mehr als 300.000 Euro entstehen würden.  In der Friedhofskommission habe die FWG betont, dass ein Grabkammersystem auf einem Friedhof ausreichen würde. So seien auch keine Gutachten für alle Friedhöfen nötig.

Hommel verweist auf ein Schreiben des Geologischen Dienstes von 2017 an die Verwaltung. Darin habe das zuständige Ministerium die von der FWG angeregte Vorgehensweise ausdrücklich untermauert. „Das wird aber seither ignoriert“, beklagt Hommel und beantragt erneut die Beratung im Stadtrat.