„Friday for Future“ am Tagebaurand in Jüchen-Hochneukirch

Demo in Jüchen : „Friday for Future“ am Tagebaurand bei Hochneukirch

Der Klimawandel macht keine Ferien. Ein gutes Dutzend setzte die Protestaktion der Schüler am Freitag bei brütender Hitze am Aussichtspunkt bei Hochneukirch am Tagebau Garzweiler II fort.

Der Klimawandel macht keine Ferien – anders als die Politiker, die sich in ihrer Sommerpause vom Politikgeschehen erholen, aber nicht anders als die jugendlichen Teilnehmer der Aktion „Friday for Future“. Ein gutes Dutzend setzte die Protestaktion der Schüler am Freitag bei brütender Hitze am Aussichtspunkt bei Hochneukirch am Tagebau Garzweiler II fort.  „42 Grad Celsius ist erst der Anfang“, heißt es auf einem aktuellen Plakat.

Werdet endlich wach und tut etwas zum Schutze des Klimas!, so der Appell bei der Demonstration, die von der Schülerin Christina Schliesky kurzfristig angemeldet worden war. Ihre Befürchtung, mit gerade einmal zwei oder drei Mitstreitern wegen der Hitze und der Ferien am Tagebaurand zu stehen, bewahrheitete sich nicht. Gut ein Dutzend, zumeist junger Menschen, war ihrem spontanen Aufruf gefolgt. „Der Klimawandel wartet nicht, bis sich die Politik vielleicht irgendwann einmal zu Schutzmaßnahmen bequemt“, hieß es an dem Ort, der nicht zufällig gewählt worden war. Immerhin sind der Tagebau und die Kraftwerke eine Quelle, die dazu beiträgt, dass sich das Klima tatsächlich und politisch immer mehr erhitzt. Für Christina Schliesky hat die Friday-for-Future-Bewegung schon einiges bewegt: „Die Menschen reden mehr über den Klimawandel als noch vor einem Jahr und überdenken mehr ihr Handeln. Wir wollen aufklären, und das gelingt uns“, sagt die Schülerin. „Unser Ziel ist Klimagerechtigkeit.“ Dieses Ziel unterstützt auch Anna Kohnen. Die Mutter einer 13 Monate alten Tochter ist aus Grevenbroich zur Protestaktion gekommen. „Hier wird die Zukunft meiner Tochter verheizt“, sagt sie als Mitglied der Gruppe Parents for Future. „Wir unterstützen die jungen Menschen bei ihrem Kampf um Klimagerechtigkeit, wo wir können.“ Die nächste Unterstützungsaktion könnte das Klimacamp sein, in dem Klimaaktivisten sich im August im Erkelenzer Osten Gedanken über die Zukunft machen.  

(kl)
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