Jüchen: Flötenspiel im Weihnachtskonzert

Jüchen: Flötenspiel im Weihnachtskonzert

In der Lukaskirche wurde perfekt inszenierte Musik geboten.

Die Lukaskirche war ausgebucht. Möglicherweise hatte der kleine Weihnachtsmarkt vor der dem Gotteshaus manchen Besucher verführt, das anschließende Weihnachtskonzert in der Kirche zu erleben. Das Konzert hatte seinen Ursprung in einer eher zufälligen Absprache zwischen dem Kantor der Lukaskirche, Wolfgang Weber, und Ralf Bienioschek, dem Leiter des Blockflötenorchesters der Musikschule der Stadt Neuss.

Was dieser Zufall dann aber an perfekt inszenierter Musik bot, konnte sich allemal hören lassen. Schon die "Ankunft der Königin von Saba", eine Sinfonia aus Händels Oratorium "Solomon", ließ über das große Orchester staunen. Im Zusammenspiel passgenau erklangen die raschen Sechzehntel der schwungvollen Barockmusik. Alle Stimmen im Orchester vom Sopranino bis zur Subbass-Flöte waren gut besetzt, zudem von Sebastian Jäger (Tontechnik) mit einem Mikrofon an jeder einzelnen Flöte ausgestattet. Weitere Instrumentalisten mit Wolfgang Weber (Keyboards), Georg di Filippo (Gitarre), Richy Denis (Drums) und Martin Buscher (Percussion) gaben ein zusätzliches Fundament. Wolfgang Weber hatte auch das Vokalensemble "Chorus of Joy" einstudiert, das dem präzisen Dirigat Ralf Bienioscheks aufmerksam folgte und zusammen mit dem Orchester etliche Höhepunkte schuf. Glanzlichter in einem Programm von anspruchsvoller bis populärer Weihnachtsmusik waren einige Solisten. Yvonne Moser spielte mit weicher Sopraninoflöte Johann Sebastian Bachs "Air" aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, zusammen mit Jana Frehn brillierte sie in Antonio Vivaldis "Der Winter". Gänsehautcharakter hatte der "Abendsegen" aus Engelbert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel", den Lioba Mollenhauer (Sopran) und Dorothee Mausberg (Alt) mit wunderbaren Stimmen sangen.

Susa Weber, als einzige als Weihnachtsmann beziehungsweise -frau kostümiert, lockerte die musikalischen Beiträge mit einigen Texten auf, unter anderem war auch die der "lustigen Weihnacht" von James Krüss dabei.

(NGZ)