Feuerwehr Jüchen: mit 510 Einsätzen im vergangenen Jahr den bisherigen Rekord gebrochen

Einsatzrekorf bei der Feuerwehr Jüchen : Die 500er-Marke übertroffen

Die Freiwillige Feuerwehr Jüchen hat mit 510 Einsätzen im vergangenen Jahr den bisherigen Rekord gebrochen. Alleine 90 Einsätze gab es an zwei Unwettertagen.

Mit einer weiteren Steigerung der Einsatzzahlen hatte Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels schon gerechnet. Tatsächlich musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr 510 mal ausrücken. Alleine 90 Einsätze gab es im zweiten Quartal an zwei Unwettertagen hintereinander. Zunächst mussten nach dem Sturm abgeknickte Bäume weggeräumt, am nächsten Tag von Wasser zugelaufene Keller leergepumpt werden. „Wir hatten in den ersten 30 Minuten schon 40 offene Einsatzstellen“, berichtet Abels.

Unter den insgesamt 510 Einsätzen (im Vorjahr 442) waren 112 Brandeinsätze, 368 technische Hilfeleistungen und 43 sonstige Einsätze, wozu auch 33 Tierrettungen gehörten. Doch die Freiwilligen mussten keineswegs zu allen 510 Einsätzen ausrücken. Im vorvergangen Jahr war bei der Feuerwehr ein Tagesdienst montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr in der Wache an der Kelzenberger Straße eingeführt worden. Von dort aus haben die bis zu fünf anwesenden hauptamtlichen Feuerwehrmänner alleine 150 Einsätze abgearbeitet. So habe sich die Belastung fürs Ehrenamt in Grenzen gehalten: „Und unsere Truppe ist immer noch unfassbar motiviert“, freut sich Abels.

200 Aktive zählt die Jüchener Feuerwehr aktuell. Und Abels hat jetzt mit einer zehnprozentigen Frauenquote ein Teilziel erreicht: „Mehr geht immer, und bei uns kann jeder mitmachen, selbst wenn es zum Beispiel im Gerätehaus Gierath schon etwas eng wird“, lädt Abels ein. Besonders freut er sich über zwei Neuzugänge aus der Weyerstraße. Nach einem Dachstuhlbrand hatten sich zwei Anwohner bei der Wehr angemeldet, weil sie diesen Brandeinsatz beobachtet und die Professionalität der Kameraden bewundert hatten. Für 2020 rechnet Abels möglicherweise mit einer weiteren Einsatzsteigerung, da auf der A44n und der A46 zusätzliche 42 Kilometer zum Zuständigkeitsbereich gerechnet werden. Und am Mittwochabend wird der neue Einsatzleitwagen in Betrieb genommen. Zudem laufen die Vorbereitungen für die Anschaffung einer neuen Drehleiter, die mit modernster Technik ausgerüstet sein wird und den stolzen Betrag von 750.000 Euro kosten soll: „Für die Sicherheit der Bürger“, betont Abels.