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Jüchen: Feuerwehr-Einsätze sollen teurer werden

Jüchen : Feuerwehr-Einsätze sollen teurer werden

Während ein Großteil der Gebühren für 2018 in Jüchen konstant bleiben soll, werden die Gebühren für den Friedhof leicht und für die Feuerwehr teils empfindlich angehoben. Denn die Brandschützer müssen kostendeckend arbeiten.

Über die neuen Gebühren, mit denen die Jüchener Bürger im nächsten Jahr zu rechnen haben, wird der Gemeinderat morgen in öffentlicher Sitzung entscheiden. Die gute Nachricht zuerst: Die Abfallgebühren sollen 2018 konstant bleiben. Damit müssen weiterhin für die Restmüll-Abfuhr 1,87 Euro pro Liter, für den Biomüll 37,5 Cent gezahlt werden. Wer eine Mülltonne tauschen möchte, zahlt weiterhin zwölf Euro.

Teurer werden ab nächstem Jahr Bestattungen in Jüchen, allerdings nur unerheblich. Lediglich die Gebühren für die Nutzung der Leichenhallen bleiben konstant. Die Bestattungsgebühren sollen aber insgesamt leicht angehoben werden. So sollen etwa die Wahlgrabstellen nicht mehr 2451 Euro, sondern ab 2018 dann 2453 Euro kosten. Bei den Urnengrabstätten steigen die Gebühren nur um einen Euro auf 2015 Euro. Für Kindergräber bleiben die Gebühren konstant bei 263 Euro. Allerdings steigen die Grabbereitungsgebühren von 822 auf 827 Euro, die Ausgrabung eines Toten zur Überführung kostet zukünftig 930 statt bisher 925 Euro.

Wer im nächsten Jahr die Dienste der Freiwilligen Feuerwehr Jüchen in Anspruch nehmen möchte oder muss, wird mehr dafür zahlen müssen. Allerdings arbeitet die Feuerwehr nicht gewinnorientiert, sondern erhebt ihre Gebühren lediglich kostendeckend. Für dieses Jahr wurde ein Stundenfestpreis für die Einsätze zur Brandbekämpfung und zum Bevölkerungsschutz von 35,91 Euro angesetzt. 42,11 Euro soll die Einsatzstunde ab in Zukunft kosten. Solche Stundensätze werden zum Beispiel auch den Verursachern von Ölspuren angerechnet, die die Feuerwehr immer wieder unter erheblichem Personaleinsatz beseitigen muss. Im Stundensatz für die freiwilligen Feuerwehrleute ist ein Pauschalposten von 7500 Euro an Verdienstausfall enthalten, der aber 2018 konstant bleibt und auf die Kräfte umgerechnet wird, die für die Einsatzzeit ihren Arbeitsplatz verlassen. Teurer wird aber der Einsatz des Rettungswagens, der ab nächstem Jahr mit 232,16 Euro pro Stunde statt bisher 195,94 Euro berechnet werden soll. Und ein Fehlalarm kostet den Verursacher künftig 670,47 Euro statt bisher 628,39 Euro pauschal; dazu kommen die Stundengebühren für die Einsatzkräfte und die Fahrzeuge.

Jüchener Betriebe sind außerdem zu einer Brandschutzschau in bestimmten, gesetzlich festgelegten Abständen durch die Feuerwehr verpflichtet. Die Gebühren sollen ab dem nächsten Jahr von 80,73 auf 87,85 Euro pro Stunde bei der Brandschutzschau steigen.

Der Jüchener Gemeinderat wird morgen auch über die Gebühren für den Straßen- und Winterdienst abstimmen, die ebenfalls konstant bleiben sollen. Somit werden auch im nächsten Jahr die Gebühren für die Kategorie A 1,77 Euro, die Kategorie B 1,68 und die Kategorie C 1,59 Euro betragen.

Unverändert bleiben auch die Gebühren für die Klärschlamm- und Fäkalienentsorgung bei 39,13 Euro für den Kubikmeter und für die Grubenreinigung bei 149,34 Euro. Keine Erhöhungen sind ebenfalls bei den Entwässerungsgebühren vorgesehen. Sie sollen bei 3,19 Euro pro Kubikmeter bleiben.

(NGZ)