Fast mehr Besucher als Bewohner beim Schützenfest in Jüchen-Holz

Schützenfest in Jüchen-Holz : Beim Schützenfest wächst das Örtchen Holz über sich hinaus

An ihre Nachwuchsprobleme brauchen die Schützen des Spiel- und Bürgervereins 1925 Holz jetzt bei ihrem Schützenfest keinen Gedanken zu verschwenden. Denn sie haben mit Marco und Julia Mehl ein junges und attraktives Königspaar.

Und im Zelt und auf der Straße machen so Schützen aus den umliegenden Orten und Ortsteilen mit, dass das 650-Einwohner-Dorf Holz jetzt regelrecht über sich hinaus wächst. Heute stehen ab 13.15 Uhr Klompenzug und Klompenparade auf dem Programm. Dann dürfen auch die Damen mitmarschieren. Sie geben sich bei der Gestaltung ihrer Klompen erfahrungsgemäß noch mehr Mühe als ihre Männer.

Bei der Krönung am Samstagabend im Festzelt ging es sehr persönlich zu. Ministerpräsident Marcel Heyll kennt den König schon seit frühester Kindheit. Und er verriet den wohl größten Freundschaftsdienst, den er seinem Freund Marco Mehl jemals erwiesen hatte: „Marco hatte seine jetzige Frau auf einem Fest gesehen und mich gefragt, wie er sie wohl ansprechen könne.“ Marcel Heyll hatte ihr ein Zeichen gegeben, damit sie sich umdrehte und ihr dann von ihrem Verehrer erzählt. Der Minister bezeichnete das Königspaar als „herzensgut und zu 100 Prozent zuverlässig“.

Und Bürgermeister Harald Zillikens war nach der Krönung der erste Gratulant. Er brachte für das scheidende Königspaar Sören und Sabine Janhsens den Orden der Stadt Jüchen mit und gratulierte dem neuen Königspaar.

„Ich bin froh, dass wir noch so wie heute feiern können“, erklärte Präsident Christian Mostert. In Holz gebe es zurzeit rund 120 Schützen, davon viele im fortgeschrittenen Alter. Es seien aber zu wenige junge Schützen, die nachrücken.

Am Sonntag zog die Garnison Bacchus bereits um 7 Uhr musizierend durch den Ort, damit alle pünktlich um 9n Uhr zum Gottesdienst im Festzelt sein konnten.

Am Nachmittag war der große historische Umzug ein Höhepunkt des Schützenfestes. Zuvor hatte Präsident Christian Mostert (36) bei der Gefallenenehrung am Ehrenmal von der zunehmenden Hetze in den sozialen Medien und über die Umgangsformen im Alltag gesprochen.

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