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Erster Jecken-Zug  von Jüchen bis Garzweiler

Karneval in Jüchen : Erster Jecken-Zug von Jüchen bis Garzweiler und Rekord in Otzenrath

Jüchen ist zunehmend jeck: Erstmals startete der Garzweiler Zug in Jüchen. In Otzenrath gibt es erneut einen Teilnehmerrekord.

Es ist eine große Neuerung, und Zugleiter Eric Schumacher vom Elferrat Garzweiler ist mehr als zufrieden mit der Resonanz: „Weil wir den Startpunkt des Karnevalsumzuges nun erstmals an den Jüchener Markt verlegt haben, können wir nicht nur die Stadt miteinbeziehen, sondern dadurch ist auch das Interesse der närrischen Gruppen größer geworden“, sagt er erfreut. Sanken in den vergangenen Jahren die Teilnehmerzahlen im Garzweiler Zug stetig, nahmen in diesem Jahr mit 14 Gruppen doppelt so viele teil. Die Zahl der Zugteilnehmer verdreifachte sich mit 265 Jecken sogar. „Hinter der Verlegung des Startpunktes steckt ein großer organisatorischer Aufwand, der sich aber sehr gelohnt hat“, so Schumacher. „Wir hoffen, mit diesem neuen Konzept schon im kommenden Jahr die 20er-Marke knacken zu können“, sagt er zur Zahl der Gruppen.

Die Jecken, die von all den Organisationsarbeiten im Hintergrund nichts mitbekommen, nutzten die Gelegenheit, ausgelassen die Session zu feiern – mit farbenfrohen Kostümen und mit Kamelle. Das Sams feierte mit Aladin, Harlekine sorgten für Aufsehen, Piraten stachen in eine See aus Konfetti und Popcorn, Clowns riefen „Halt Pohl!“. Und die Köhm-Schützen feierten ihr 15-jähriges Bestehen mit den Helden ihrer Kindheit: Sie kamen als Pikachu, Tigger, Super Mario und Luigi, Batman und Robin – und hatten einen Heidenspaß. Nach dem Umzug fanden sich Teilnehmer und viele weitere Narren in der Peter-Giesen-Halle in Garzweiler zur Party ein.

Mit viel „Helau“, Musik und Mengen Wurfmaterial hieß es am Samstag in Otzenrath „Mer Jecke trecke“. Mit dabei vier Großwagen und 480 Jecken in 20 Gruppen mit witzig dekorierten Autos und Karren zum Transport von Wurfmaterial. Die Gruppe „Jugend en de Bütt“ organisiert diesen immer beliebteren Karnevalsumzug. Sabine Queck, die Vorsitzende, sagte erfreut: „Wir haben schon wieder mehr Teilnehmer als voriges Jahr und sind inzwischen der größte Zug im Umkreis.“

480 Jecken zogen in Otzenrath mit. Die Evangelische Jugend wies darauf hin, dass Karneval die Welt verbindet. Foto: Woitschuetzke,Andreas (woi)

Rekordverdächtig auch die Zuschauerzahlen – es waren etwa 6000. Dass es in Otzenrath einen tollen Zug mit viel Herz für Kinder gibt, hatten auch Besucher aus Mönchengladbach und Düsseldorf erfahren.

Vorneweg zog „Jugend en de Bütt“ mit ihrem Karnevalsprinzenpaar Irina und Marco Frentzen, die derzeit auch das amtierende Klompenkönigspaar sind. Mit dabei auch die „Nökercher Jecke“ mit ihren drei Tanzgarden sowie dem Kinderprinzenpaar Nele und Bastian. Stilecht die Gruppe „Karl Lagerfeld“ – thematisiert von den „Lecker Mädsches“. Toll die 45 jungen Leute von der Evangelischen Jugend, die mit ihrem Motto „Just one World“ zum Ausdruck brachten, dass Karneval die Welt verbindet.

Vom Großwagen „Saloon“ der „Landjugend Erkelenz“ regnete es Popcorn, Chips und Gummibärchen – ebenso vom Wagen „Jecke on Ice“, der erstmals von Hochneukircher und Gierather Teilnehmern mit ihrem Organisator Sebastian Schmidt gebaut worden war. Nicht aus der Prärie, sondern aus Borschemich kam der beachtliche Wagen „Lucky Luke“, und auf dem Großwagen „Hippies“ war auch das amtierende Jüchener Schützenkönigspaar Ralph und Cornelia Brenneke zu entdecken.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön war der Umzug in Jüchen