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Jüchen: Erster Benz tuckert am Schloss

Jüchen : Erster Benz tuckert am Schloss

Trotz höheren Eintritts erwarten die Veranstalter der Classic Days den gewohnten Andrang. Anfang August gibt es auf Schloss Dyck eine Zeitreise in die Kindertage des Automobils. Auch der erste Wagen der Firma Benz kommt.

Mögen die Eintrittspreise für das Oldtimer-Spektakel Classic Days in diesem Jahr auch erneut gestiegen sein: Die Veranstalter – der Verein Classic Days und die Stiftung Schloss Dyck – rechnen am ersten Wochenende im August dennoch wieder mit 30 000 bis 40 000 Besuchern. Auf den gewohnten Andrang deutet auch der Vorverkauf hin. "Wir haben bereits 5500 Karten verkauft", sagt Vereinsvertreter Rüdiger König.

Und diese Zahl übertrifft die Nachfrage bei früheren Auflagen der Classic Days. Auch ihr Angebot an chromblitzenden und PS-starken Autos in diesem Jahr halten die Veranstalter für besser als je zuvor: Dafür sorgt unter anderem Jutta Benz. Der Spross der Benz-Dynastie soll den allerersten Benz-Motorwagen rund ums Schloss chauffieren. Schließlich saß schon ihre Urgroßmutter Berta am Steuer des dreirädrigen Automobils Baujahr 1886.

Diverse andere uralte Fahrzeuge erlauben bei den Classic Days in diesem Jahr eine Zeitreise in die Kindertage des Automobils. Auffahren werden am 6. und 7. August unter anderem auch ein Ford Quadricycle, Baujahr 1896, ein drei Jahre später gebauter Opel System Lutzmann und etliche Wagen, deren Erbauer heute nur eingefleischte Oldtimer-Fans noch kennen: beispielsweise ein Darracq Motorwagen von 1900 und ein Produkt der Kölner Motorwagen Fabrik von 1901. "Davon gibt es weltweit nur ein Fahrzeug – und das kommt zu den Classic Days", kündigte Vereinsvorstand Marcus Herfort gestern bei einer Präsentation des Programms auf Schloss Dyck an.

Allerdings werden auch wesentlich schnellere und wesentlich jüngere Altfahrzeuge dabei sein. Neben vielen weiteren Rennautos ist einer der legendären Mercedes-Silberpfeile zu sehen, werden Rennmobile aus dem ersten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts, aber auch Flitzer aus den Jahren 1920 bis 1961 kommen. Gut 5500 alte Autos sollen auf dem Mycanthusfeld neben dem Schloss parken, darunter auch Camping-Gespanne und Geländewagen der Firma Toyota.

Bis zum Start des Festivals sollen die Renovierungsarbeiten an der Vorburg so weit gediehen sein, dass die Fassade ein schmuckes Ambiente abgibt und der Gebäudeteil zur Boxengasse werden kann. Die Veranstalter hoffen, dass viele Gäste die Gelegenheit nutzen, im Schlosspark und entlang der Fahrtstrecken den Picknickkorb auszupacken.

(RP/rl)