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Jüchen: Ein Fürsprecher für den Sport

Jüchen : Ein Fürsprecher für den Sport

Der Gemeindesportverband, dem 27 Vereine angehören, feiert morgen 40-jähriges Bestehen.

Bei seiner Gründung legte der Gemeindesportverband Jüchen erst einmal einen Fehlstart hin. Auf eine Satzung konnten sich die Vertreter der Vereine in der Gaststätte Coenen in Kelzenberg nämlich zunächst nicht einigen. Das gelang erst im zweiten Anlauf. Bei der konstituierenden Sitzung in der Peter-Bamm-Halle am 10. November 1975 taten sich 19 Vereine zusammen. Auf der Langstrecke aber überzeugte der Gemeindesportverband dann. Jetzt, 40 Jahre später, gehören ihm 27 Vereine mit mehr als 6300 Mitgliedern an. Am morgigen Freitag, 18 Uhr, wird der runde Geburtstag im Bistro der Dreifachsporthalle Bedburdyck-Gierath gefeiert. Als Festredner begrüßt Heinz Kiefer, seit 15 Jahren Vorsitzender des GSV, den Vorsitzenden des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss, Thomas Lang.

Die zentrale Aufgabe des Dachverbandes sieht Heinz Kiefer heute wie damals darin, die Position des Sports gegenüber Politik und Verwaltung zu stärken. "Mit der Politik klappt es im Moment ausgezeichnet", sagt er zufrieden, "sie hat uns unterstützt - auch in Zeiten des Nothaushalts." Dennoch mahnt er an: "Sportförderung ist wichtig. Der Staat sollte sich nicht daraus zurückziehen." Kiefer, der kein Problem damit hat, als Sport-Lobbyist bezeichnet zu werden, versteht den Gemeindesportverband als Interessenvertreter des gesamten Sports in Jüchen - nicht allein der angehörigen Vereine. Wenn diese für ihn auch "eine der tragenden Säulen des gesellschaftlichen Lebens in unserer Gemeinde" sind. "Aus meiner Sicht sind die Ehrenamtlichen die eigentlichen Helden in unseren Vereinen", betont er. "Tag für Tag stellen sie sich in den Dienst des Sports. Sie zeichnet Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit aus."

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In seiner Bilanz der vergangenen 40 Jahre verweist Kiefer auf die Beteiligung des GSV beim Ausbau der sportlichen Infrastruktur, beispielsweise der Errichtung zahlreicher Sportstätten. Zu einem Aushängeschild des GSV und einer regelrechten Leistungsschau der Jüchener Vereine hat sich die Spiel-Sport-Show entwickelt, die 1991 Premiere feierte und inzwischen zum 25. Mal über die Bühne ging.

Wenn Kiefer an die Gründungsphase des GSV zurückdenkt, fallen ihm sofort zwei Namen ein: der des Gemeindedirektors Karl Justen und der des damaligen Bürgermeisters Peter Giesen, die seinerzeit viel persönlichen Einsatz gezeigt hätten. Aus der Reihe der bislang sieben Vorsitzenden hebt er neben dem Gründungspräsidenten Paul Quack noch einen anderen hervor: den in diesem Jahr verstorbenen Horst Schröder, stellvertretender Bürgermeister und langjähriger Vorsitzender des Sportausschusses, der die Geschicke des Verbandes sechs Jahre lang leitete und sich um den Sport in Jüchen sehr verdient machte.

Es gab auch bittere Stunden. Im Jahr 2000 etwa, als der Gemeindesportverband kurz vor der Auflösung stand - ausgerechnet im Jubiläumsjahr stand dem Vorstand damals nicht der Sinn nach Feiern. Das ist morgen anders. Sport, davon ist Heinz Kiefer überzeugt, bewegt die Menschen - im wörtlichen wie übertragenen Sinne.

(NGZ)