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Jüchen: Ein 24-Punkte-Plan soll die Gesamtschule verbessern

Jüchen : Ein 24-Punkte-Plan soll die Gesamtschule verbessern

Jetzt steht fest: Susanne Schumacher, die die Gesamtschule seit Sommer 2016 kommissarisch leitet, wird offiziell Schulleiterin. Das teilte Schulamtschefin Carola Schellhorn bei einer Präsentation im Forum der Gesamtschule mit, bei der es um die Ergebnisse aus den Workshops und Interviews mit Schülern, Lehrern und Eltern ging.

Der Hintergrund: Viele hatten sich zuvor mit dem Unterrichtskonzept nicht zufrieden gezeigt. In der Kritik standen mehrere Punkte, darunter der Unterricht in sogenannten Lernbüros, in denen die Schüler lernen sollen, sich selbst zu organisieren und in denen sie ihrem Tempo angepasst lernen können. In den von Carola Schellhorn moderierten Workshops mit Eltern habe sich ihrem Bericht zufolge klar herauskristallisiert, dass die Schule ihre Organisation, Struktur, Kommunikation und Transparenz verbessern müsse.

Ein aus 24 Handlungsempfehlungen bestehender Plan soll jetzt Orientierung schaffen. Diese Empfehlungen sollen als Grundlage für die Anpassung des pädagogischen Konzepts dienen. Erst zum Ende ihres einstündigen Vortrags ging Carola Schellhorn konkret auf die einzelnen Punkte ein. So soll die Gesamtschule etwa prüfen, wie Unterrichtsausfall insbesondere im Fach Sport reduziert werden und der Unterricht ab Klasse 8 ohne die Lernbüros erfolgen kann. "Zudem soll die Qualität der Vertretungsstunden steigen", sagte Schellhorn. Eltern hatten zuvor bemängelt, dass in Vertretungsstunden oft Filme geschaut würden, die mit dem Unterrichtsstoff überhaupt nicht in Zusammenhang stehen. Weiter soll die Gesamtschule nach dem 24-Punkte-Plan für eine "verlässliche und frühzeitige" Stundenplanung sorgen und sich bemühen, Vertretungspersonal für krankheitsbedingte Ausfälle zu erhalten.

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Bei den bei der Ergebnispräsentation anwesenden Eltern gab es im Anschluss gemischte Reaktionen. Einige sehen die Gesamtschule auf dem Weg in die richtige Richtung. "Ich sehe eine gute Entwicklung. Aber die Prozesse müssen jetzt weiterlaufen", sagte etwa Susanne Tomaschewski. Michael Prückner und andere Elternteile zeigten sich wiederum "entsetzt": "Die Ergebnisse sind sehr abstrakt. Viele wichtige Punkte, die wir als Eltern erarbeitet hatten, sind gar nicht in der Präsentation aufgetaucht. Das ist einfach nur peinlich." So bleibe aus seiner Sicht etwa die Sache mit den oft kritisierten Lernbüros offen.

Fest steht: Auf Schulleiterin Susanne Schumacher warten jetzt große Herausforderungen. Sie betonte mehrfach, dass es ihr wichtig sei, auch mit den Eltern im Gespräch zu bleiben. Alle 24 Handlungsempfehlungen werden am Dienstag unter www.juechen.de veröffentlicht.

(cka)