Eigene Stiftung unterstützt evangelische Gemeinde in Jüchen

Evangelische Kirchengemeinde : Eigene Stiftung unterstützt evangelische Gemeinde

Bei der evangelischen Kirchengemeinde Jüchen gibt es eine eigene Stiftung, die das kirchliche Leben unterstützt.  Für die Stiftung ist jetzt der Erlös des Gemeindefests  am vergangenen Wochenende auf dem Jüchener Marktplatz bestimmt.

Nach dem gut besuchten Familiengottesdienst, der im Zeichen der Tauferinnerung stand, wurden Kinderspiele, Büchertrödel, Fahrradcodierung und kölsche Stimmungsmusik mit der Band Oekover Strüüßje geboten.

Der Erlös der Feste, die abwechselnd in Jüchen und in Bedburdyck stattfinden, kommt jedes Jahr einem karitativen Zweck zugute –  in diesem Jahr der Stiftung. „Es ist eine Herausforderung, das Gemeindeleben in den sich verändernden Zeiten zu finanzieren – wenn die Kirchensteuer rückläufig wird und sich die Gesellschaft wandelt“, sagte Gemeindepfarrer Horst Porkolab.

Die Kirchensteuer sei zwar rückläufig, die Auswirkungen seien derzeit aber noch nicht so gravierend wie zunächst befürchtet. „Dennoch haben wir mit vermehrten Austrittzahlen zu kämpfen.“ Die Kirche habe weiter ihren Stellenwert, betonte Pfarrer Porkolab. In einer sich rasant verändernden Gesellschaft sei sie eine Konstante, biete Halt und Orientierung aus dem Glauben heraus an.

Um die seelsorgerische Arbeit flankierend zu finanzieren, wurde 2008 die Stiftung gegründet. Der Zweck ist breit gestreut, sie unterstützt die Kernaufgaben Verkündigung, Seelsorge und Diakonie, die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren sowie den Erhalt der kirchlichen Gebäude, insbesondere des Ensembles der historischen Hofkirche Jüchen. „So konnten wir die Kirchenheizung umrüsten lassen, und wir haben neue Mikrofonanlagen oder neues Mobiliar fürs Gemeindehaus angeschafft“, sagt Porkolab. „Wir haben einen ordentlichen Grundstock angelegt – leider sind die Zinsen derzeit so niedrig. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sie wieder steigen.“  Im Wesentlichen lebe die Stiftung allerdings von Spendern und Sponsoren. „Derzeit haben wir keine Anschaffung, die uns unter den Nägeln brennt. Aber die Mittel werden weniger, und wir müssen haushalten“, sagt Pfarrer Porkolab.  

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