Die Stadt Jüchen sucht noch mehr Paten für ihre Kinderspielplätze

Kinderspielplätze in Jüchen : Paten halten Spielplätze besser in Schuss

Die Stadt Jüchen hat einen eigenen Kinderspielplatzbeauftragten, der Mängel feststellt. Er sorgt dafür, dass vor allem Sicherheitsreparaturen regelmäßig stattfinden. Besonders hilfreich sind aber auch Paten für Kinderspielplätze.

Insgesamt 38 Kinderspielplätze unterhält die Stadt Jüchen. Nachdem im Jahre 2012 der Rat ein Kinderspielplatzkonzept beschlossen hatte, gibt es eine jährliche Fortschreibung, die jetzt dem Fachausschuss vorgelegt wurde. Seit dem vergangenen Jahr hat die Kommunalverwaltung außerdem für die Betreuung der Spielplätze einen Mitarbeiter eingestellt. Er überprüft und pflegt seitdem kontinuierlich die Spielplätze. Es fällt auf, dass nur für sechs der insgesamt 38 Kinderspielplätze Bürger Patenschaften übernommen haben. Im Interesse der Stadt wäre es, dass möglichst viele Nachbarn oder auch Vereine zu Spielplatzpaten werden. Bislang gibt es Patenschaften für die Spielplätze an der Feldstraße in Hochneukirch, an der Rhein-Erftstraße und am Broicher Kaul in Gierath, an der Leostraße in Damm, für den Bolzplatz in Hoppers und für den Spielplatz an der Blumenstraße in Neuenhoven. Dort haben die Paten vom BUND Jüchen jetzt einen großen Baum gepflanzt, der im Sommer Schatten spenden soll, sowie auch Sträucher gesetzt. Insgesamt hatte der städtische Mitarbeiter auf den Spielplätzen, die von Paten gepflegt und kontrolliert werden, keine bis nur geringfügige Beanstandungen.

Der BUND Jüchen hat einen Baum und Sträucher auf dem Kinderspielplatz in Neuenhoven gepflanzt. Foto: Fehrenbacher. Foto: Luzie Fehrenbacher

Neben der Mängelliste erarbeitet die Verwaltung im Moment derzeit eine Bedarfsanalyse, um anhand dieser die passenden neuen Spielgeräte auszuschreiben. Dazu beleuchtet die Stadt natürlich die demografische Entwicklung in den Ortsteilen, wo in Hochneukirch etwa immer mehr Familien mit kleinen Kindern zuziehen und in Bedburdyck-Gierath-Stessen auch immer mehr Kindergartenplätze frei bleiben. Auffällig bei der Mängelliste ist die verstärkte Beachtung und Beseitigung von Sicherheitsrisiken. So war dem Mitarbeiter der Stadt auf etlichen Kinderspielplätzen aufgefallen, dass die Fallhöhe der Rutschen zu hoch war. Sie wurde durchgängig auf maximal 35 Zentimeter verringert. Mehrfach fielen auch morsche Holzbauteile an der Spielgeräten auf, die ausgetauscht worden sind. Aus Sicherheitsgründen wurde etwa die Brücke auf dem Spielplatz an der Oderstraße in Hochneukirch vollständig entfernt. Dort mussten auch die Seile des Netzgerüstes erneuert und Grafitti-Schmierereien beseitigt werden. Besonders viel zu tun gab es zum Beispiel auf dem Kinderspielplatz in Waat. Dort mussten der Fallschutz unter der Wippe erneuert, der Rutschturm, die Bänke saniert und der Bolzplatz mit Erde aufgefüllt werden. In gutem Zustand traf der Spielplatzbeauftragte der Stadt allerdings die Plätze an der Riekestraße und am Kurzen Weg in Jüchen an, wo er keinerlei Mängel feststelen konnte. Anders sah es zum Beispiel am Käthe-Kollwitz-Weg aus, wo Splittergefahren zu beseitigen waren. Außerdem mussten nicht mehr sichere Kletterstangen ausgetauscht werden. Und für die Reparatur von Spielgeräten sind jetzt Angebote eingeholt worden.

Mehr von RP ONLINE