Die Stadt Jüchen gibt vorest keine Mittel für ein neues Kleisnpielfeld in Otzenrath frei

Fußballplatz in Otzenrath : Otzenrath: Druck in der Sportplatzfrage

Der SV Otzenrath wartet dringend auf ein Gespräch mit dem VfB Hochneukirch. Er will aber das eigene neue Kleinspielfeld und damit seine Eigenständigkeit behalten. Sonst liefen dem Verein die Mitglieder weg, sagt der SV.

Für den Spielbetrieb herrscht jetzt war Winterpause auch beim SV Otzenrath. Aber für den Verein dränge die Zeit, wie Vorstandsmitglied Wolfgang Huth betont: „Wir warten jetzt nur noch auf die Jüchener Stadtverwaltung, die einen Gesprächstermin für uns mit dem VfB Hochneukirch anberaumen wollte“, sagt Huth. Denn der Jüchener Rat hatte bei seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr die Beantragung von Fördermitteln sowie die Einstellung von eigenen Haushaltsmitteln für ein Kunstrasenkleinspielfeld in Otzenrath exakt von diesem geplanten Gespräch und einer möglichen Kooperation der Fußballvereine in Otzenrath und Hochneukirch abhängig gemacht.

„Wir sind ja generell kooperationsbereit mit dem VfB Hochneukirch. Wir wollen aber als SV Otzenrath unbeding unsere Eigenständigkeit behalten“, sagt Wolfgang Huth. Vorstellbar seien zum Beispiel Spielgemeinschaften „für die Kids“ als Einsteigerangebote, meint Huth. Aber der SV Otzenrath müsse auch künftig gewährleisten, dass seine 250 bis 260 Kinder, die elf Jugend- und zwei Seniorenmannschaften auch tatsächlich in Otzenrath auf einem funktionsfähigen Platz trainieren könnten. „Ohne diesen Platz vor Ort laufen uns die Mitglieder weg“, befürchtet Huth, der darauf verweist, dass nun schon seit drei Jahren ergebnislos über das Sportplatzthema verhandelt werde. „Es ist für uns nicht nur wichtig, dass das Gespräch mit den Hochneukirchern und der Stadtverwaltung bald zustande kommt, weil wir mit dem Spielbetrieb Ende Februar/Anfang März wieder beginnen wollen. Da wir als Verein auch einen Eigenanteil an einem neuen Spielfeld übernehmen wollen, brauchen wir auch endlich Gewissheit, wann daraus etwas wird, weil wir rechtzeitig mögliche Sponsoren ansprechen müssen“, sagt Wolfgang Huth. Die Kosten für die Umwandlung der derzeitigen Wiesenfläche in ein Kunstrasenkleinspielfeld ohne Flutlichtanlage würden sich nach der Berechnung des Jüchener Sportamtes auf etwa 324.500 Euro belaufen. Diese Mittel stehen aber in Haushaltsjahren 2019 und 2020 nicht zur Verfügung. Die Verwaltung hatte daher vorgeschlagen, ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten und nach Fördermöglichkeiten zu suchen. Der Rat will aber das Gespräch zwischen SV Otzenrath und VfB Hochneukirch abwarten, in der Hoffnung einer kostensparenden Kooperation. Die soll nach der Vorstellung der Ratsmehrheit in einer gemeinsamen Spielfeldnutzung in Hochneukirch liegen, die der SV Otzenrath aber ablehnt. Zunächst soll der Otzenrather Platz nun zumindest repariert werden, wie es der Sportausschuss im Juni 2018 beschlossen hatte. 25.000 Euro soll die Sanierung des Platzes kosten. Mitte Juni 2019 sollen die Arbeiten beginnen. Zudem ist mittlerweile ein Schallschutzgutachten für ein neues Kleinspielfeld vorgelegt worden.