Jüchen: Die neue Spargelsaison hat schon begonnen

Jüchen : Die neue Spargelsaison hat schon begonnen

Auf dem Spargelhof Roelen wird seit einigen Tagen der eigene Spargel geerntet und verkauft. Auch Tulpen sind derzeit auf dem Hof zu haben.

Für Spargelliebhaber hat jetzt die schönste Zeit des Jahres begonnen. Seit der vergangenen Woche wird das Gemüse auch auf dem Spargelhof Roelen geerntet und verkauft. "Das Wetter ist für die Landwirte ein Traum", sagt Jochen Roelen, der den Familienbetrieb führt. Da es jetzt schon seit zwei, drei Wochen schön sei, habe er in diesem Jahr mit der Spargelernte etwa zwei Wochen früher beginnen können - und das ohne Folienhäuser. Roelen bietet weißen, violetten und grünen Spargel an. "Das erste Kilo steche ich immer selber", berichtet er. Das sei dann auch bei ihm auf den Tisch gekommen. Er selbst favorisiere den grünen Spargel. "Der ist auch bei den Kunden sehr beliebt", sagt Roelen. Er sei einfach zuzubereiten, müsse nur am unteren Drittel geschält werden. Ob klein geschnitten in der Pfanne oder mit Kräuterbutter bestrichen in Alufolie auf dem Grill, der grüne Spargel sei schnell fertig - und lecker, findet Roelen.

Die Spargelpreise liegen bei ihm derzeit zwischen fünf und elf Euro pro Kilogramm. Am teuersten ist der gerade gewachsene, weiße Spargel, der die optimale Dicke hat. Kunden, die nicht die Schälmaschine des Hofes für einen Euro pro Kilo in Anspruch nehmen wollen, sondern ohnehin von Hand schälen, rät Roelen zum Kauf von krummem Spargel: "Der wird beim Kochen dann gerade", und er ist günstiger. Er prognostiziert: "Ich glaube, dass wir mit den Preisen bis Ostern stabil bleiben." Danach werde es meist bis zum Ende der Spargelzeit Ende Juni günstiger.

Mittels der Folien auf dem Feld über den Spargelreihen reguliert der Spargelbauer die Temperatur und damit das Wachstum. Zeigt die schwarze Seite nach oben, wird Wärme gezogen, ist die weiße Seite oben, kann Wärme abgegeben werden. "So kann zum Beispiel eine späte Spargelsorte gebremst werden, damit am Ende der Saison noch genug da ist", erklärt Roelen. Außerdem sorge die Folie dafür, dass nicht zu viel Wasser an den Spargel herankommen könne. Insgesamt hat Roelen etwa 40.000 Quadratmeter Fläche mit Spargel bepflanzt. Auch für die nächste Saison sorgt er vor: Bereits jetzt werden Flächen mit neuen Sorten vorbereitet.

Ebenfalls Saison haben die Tulpen. "Wir haben über 60 Sorten im Angebot", sagt Roelen. Dabei gebe es frühe, mittlere und späte Tulpensorten, so dass die Pracht wohl noch bis Mai angeboten werden kann. Eine Besonderheit ist das Feld zum Selberpflücken an der Ulmenstraße. Dort können die Kunden im bunt gemischten Feld ihre liebsten Färbungen auswählen und sich ihren Strauß zusammenstellen. Auch im Hofladen gibt es die Tulpen, ein Bund von zehn Blumen kostet - je nach Sorte - zwischen zwei und drei Euro. "Man sollte die Tulpen brechen, nicht schneiden", erklärt Roelen. Dann könnten sie mehr Wasser aufnehmen, und Erkrankungen wie Pilze könnten nicht über das Messer zwischen den Pflanzen verbreitet werden. Um lange Freude an einem Tulpenstrauß zu haben, müsse am besten täglich der Wasserstand kontrolliert werden, rät der Experte. Halte ein Strauß sehr lange, sollte nach einer Woche das Wasser ausgetauscht werden.

(NGZ)
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