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Die Kita in Jüchen-Otzenrath wird auf fünf Gruppen erweitert

Kindertagesstätte Otzenrath : Neue Kitagruppen schon ab August 2020

Für 1,3 Millionen Euro baut die Stadt den Anbau an die Montessori-Kindertagesstätte an der Bahnstraße in Otzenrath. Denn der Siedlungsschwerpunkt Hochneukirch ist bei Familien mit Kindern besonders beliebt.

Für 1,3 Millionen Euro soll jetzt der Kindergarten an der Bahnstraße in Otzenrath um eine vierte und fünfte Gruppe erweitert werden. Erst im August 2017 war die neue Kita in Otzenrath in Betrieb genommen worden. Es sei absolut außergewöhnlich, dass in so kurzer Zeit schon eine Kitaerweiterung gleich um zwei Gruppen erforderlich werde, berichtete Architekt Heinz Berger aus seiner Praxis. Er stellte jetzt die Anbauplanung im Bauausschuss vor.

Ambitioniert ist auch die Zeitplanung, wie der Technische Beigeordnete Oswald Duda ausführte. Nach den Plänen der Stadt Jüchen sollen die beiden neuen Kitagruppen bereits am 1. August 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Deshalb will Duda jetzt auch schnell die Förderanträge stellen und die Ausschreibungen für die Gewerke heraus schicken. Der Architekt geht davon aus, bis Juni die Bauvergaben tätigen zu können. Er sei zuversichtlich, den straffen Zeitplan „trotz Konjunktur und angespannter Marktlage realisieren zu können“, sagte er im Bauausschuss.

Die Zeit drängt für die Erweiterung der Kita, weil nach Hochneukirch und insbesondere nach Otzenrath, wo aktuell auch viel gebaut wird, immer mehr Familien mit kleinen Kindern ziehen und Kinder geboren werden. Um der steigenden Zahl der Kinder im Siedlungsschwerpunkt Hochneukirch gerecht zu werden, hatten der Schul- und Jugendausschuss sowie der Stadtrat im März die Erweiterung der Kita Otzenrath beschlossen. Das Architekturbüro Berger hat deshalb bereits die Genehmigungsplanung aufgenommen. Die Mittel für den Bau stehen im Haushalt in Höhe von derzeit 1.149.568,33 Euro bei einem Gesamtansatz von prognostizierten 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

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Das Grundstück an der Bahnstraße bietet laut Architekt ausreichend Platz für den Anbau sowie auch weiterhin für die Grünanlage und Außenspielfläche. Rücksprachen mit der Kitaleiterin hätten zudem ergeben, dass auch nach der Eröffnung des Anbaus die Zahl der Parkplätze am Kindergarten ausreichten, allzumal auch entlang der Bahnstraße noch Parkflächen zur Verfügung stünden. Und die Raumplanung sei großzügig bemessen und unterschreite sogar noch die Vorgaben des Landschaftsverbandes, führte Berger aus.

Das gelte auch für die Außenfläche. Insgesamt werde in Otzenrath eine Fläche von 2000 Quadratmetern genutzt, während der Landschaftsverband nur 1200 Quadratmeter vorschreibe: „Die Außenfläche wird auch für fünf Gruppen noch gut ausreichen“, betonte der Architekt.

Im linken Bereich, von der Straße aus gesehen, sollen die beiden zusätzlichen Gruppen so angebaut werden, dass insgesamt vier Satteldächer entstehen und sich alle Kitagruppen, wie auch die ersten drei, mit großen Fensterfronten zur Grünfläche hin öffnen. Natürlich werde auch der neue Bereich eingezäunt, so dass kein Kind unbeaufsichtigt auf die Straße laufen könne, betonte der Architekt.

Im inneren Bereich sollen die neuen Gruppenräume analog zu den ersten drei Räumen mit zusätzlichen Ruhezonen, Wickelbereichen und einem neu geschaffenen Durchgangsflur verbunden werden. Der soll, wie der bisherige Eingangsflur, ebenfalls mit einem großen, runden Oberlicht zusätzliche Helligkeit erhalten.