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Die Fridays for Future-Gruppen in Jüchen und Hochneukirch planen wieder Aktionen, aber mit Corona-Schutz

Fridays for Future in Jüchen : Neustart bei Fridays for Future

Die Gruppen in Jüchen und Hochneukirch nehmen nach den Sommerferien wieder ihre Aktivitäten auf: Abstands- und Hygieneregeln werden befolgt.

Zum Start des Präsenz-Unterrichts in den Jüchener Schulen wird auch Fridays for Future (FFF) wieder aktiv. Für ganz Deutschland ist ein großer Demonstrations- und Aktionstag für den 25. September geplant, wozu die bundesweite Bewegung jetzt aufruft. Auch in Hochneukirch und Jüchen machen sich die dortigen FFF-Sprecherinnen Christina Schliesky und Anna Kubat jetzt Gedanken, wie sie trotz Corona ihre Aktivitäten wieder aufnehmen können. Denn Christina Schliesky sagt: „Wir haben noch viel zu tun.“

Zwar sei die CO2-Belastung in der Luft während des Lockdowns etwas zurückgegangen. „Das war aber nur minimal, und die vergangene Wirtschaftskrise im Jahr 2008 hat gezeigt, dass anschließend wieder umso mehr hochgefahren wird.“

Anna Kubat ist die Gründerin der Jüchener Fridays for Future-Gruppe. Foto: Gundhild Tillmanns

Um durch Demonstrationen, wie sie auf dem Markt in Jüchen und vor allem am Tagebaurand in Hochneukirch organisiert worden waren, die FFF-Ziele zu verfolgen, bedarf es einer neuen Art der Planung  für die 16- und 17-jährigen Aktivistinnen: „Wir müssen jetzt nach den Schulferien zuerst für unsere Demonstrationen ein Hygienekonzept zum Schutz vor Corona erstellen“, erläutert Schliesky. Massenaktionen, wie etwa im Juni vor zwei Jahren in Hochneukirch, werde es vorerst nicht geben können: „Wir wollen ja nicht durch unsere Demonstrationen womöglich die Ansteckungen fördern, dann gingen die Demonstrationen nach hinten los“, ist sich die 16-Jährige bewusst.

Nun werde beraten, ob die Hochneukircher und Jüchener FFF-Gruppen ebenfalls am 25. September „auf die Straße gehen“. Es könne aber auch sein, dass am Wochenende nach dem bundesweiten Aktionstag in Jüchen weitere Kundgebungen folgen, sagt Schliesky. Als Basis für die Planungen könne bald endlich auch wieder der persönliche Kontakt in den Schulen genutzt werden, freut sie sich und erläutert: „Ich hatte nach dem Lockdown nur neun Tage Präsenz-Unterricht und den auch nur in Blöcken zu eineinhalb Stunden“, berichtet die Elftklässlerin. So seien die Kontakte der FFF-Aktivisten in der Hauptsache auf social media und Telefonrundrufe beschränkt geblieben.

„So war das Mobilisieren deutlich schwerer“, gibt Christina Schliesky zu, die zuletzt am 26. Juni an der Präsenz-Aktion  „Rote Linie“ am Tagebau teilgenommen hatte. Sie rechne damit, dass jetzt zunächst bei möglichen Demos etwa am Tagebaurand in Hochneukirch nicht mehr als 50 Aktivisten mit den entsprechenden Abstands- und Coronaschutzmaßnahmen erlaubt und erwünscht sein werden. Aber auch inhaltlich bereiten sich die jungen Klimaschützer auf ihre nächsten Aktionen intensiv vor: „Wir sind im regen Austausch mit Wissenschaftlern“, sagt sie und verweist zum Beispiel auf das  Kohleausstiegsgesetz.