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Die Dornieden-Gruppe baut jetzt in Jüchen-Hocheukirch

Wohnen in Jüchen : Jüchen schafft neue, große Wohngebiete

Für das große, geplante Wohngebiet Jüchen-West haben die Archäologen „Grünes Licht“ gegeben. Der geplante Gestaltungswettbewerb wird vorbereitet. Die Dornieden-Gruppe baut jetzt an der Peter-Busch-Straße in Hochneukirch.

Seitdem Jüchen zu Beginn des Jahres von der Gemeinde zu einer Stadt geworden ist, hat auch die Entwicklung an Fahrt zugenommen. Politik und Verwaltung sind mit Volldampf dabei, neue Siedlungsgebiete zu entwickeln. Konkret wird es jetzt in Hochneukirch, wo neuer Wohnraum an der Peter-Busch-Straße entstehen wird. Das Areal, auf dem jetzt noch ein Wäldchen steht, ist nach Mitteilung der Stadtverwaltung von der Dornieden-Baugruppe aus Mönchengladbach erworben worden.

Der zur Dornieden-Gruppe gehörende Projektentwickler Vista Reihenhaus GmbH habe das rund 13.700 Quadratmeter große Grundstück gekauft, um dort rund 30 Wohneinheiten als Reihenhäuser und Doppelhaushälften zu bauen. Der Bebauungsplan liegt bekanntlich bereits vor. Die Erschließung des Grundstückes sei für den Herbst diesen Jahres geplant, die Übergaben der Häuser für sind 2020.

„Die neu geplanten Gebäude sollen sich harmonisch in die ländlich geprägte Umgebung Jüchens einfügen“, kündigt der Bauherr an. Vista-Geschäftsführer Martin Dornieden sagt: „Jüchen ist eine liebenswerte Stadt mit vielen Möglichkeiten und Angeboten, eine Stadt zum Wohnen, Arbeiten, Erleben und Wohlfühlen. Wir freuen uns sehr, in unserer Nachbarstadt ein neues Wohngebiet errichten zu können.“ Und Bürgermeister Harald Zillikens fügt hinzu: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Projekt in Bahnhofsnähe weiteren attraktiven Wohnraum für Familien schaffen. Auch jungen Familien ist es damit möglich, bezahlbar Eigentum zu erwerben.“

Ein noch weitaus größeres Wohngebiet steht indes mit Jüchen-West vor seiner Entwicklung. Im Planungsausschuss wurde jetzt der Terminplan unter anderem auch für den Gestaltungswettbewerb vorgestellt, an dem bis zu 15 Architekturbüros teilnehmen sollen. Eine erste Bürgerinformationsveranstaltung zum Baugebiet Jüchen-West, das auf den jetzigen Agrarflächen am Stadtausgang an der B59 in Richtung Odenkirchen entwickelt werden soll, ist bereits für den 9. Juli (ab 18 Uhr, imHaus Katz) geplant. Der Wettbewerb soll durch den Planungsausschuss im Oktober ausgelobt werden, und er soll von Dezember bis Februar stattfinden, so dass im zweiten Quartal 2020 die Preisverleihung mit der Ausstellung der Entwürfe ablaufen kann. In der Wettbewerbsjury sollen neben der Verwaltungsspitze und einigen Kommunalpolitikern alleine drei Professoren für Landschaftsarchitektur und Stadtplanung als Fachpreisrichter sitzen. Neben den Fach- und Sachpreisrichtern wird auch Volker Mielchen als Geschäftsführer des Zweckverbands Tagebaufolge(n)Landschaft Garzweiler als sachverständiger Berater hinzugezogen werden.

Ein wichtiges, mögliches Hindernis ist zur Entwicklung des Baugebietes ist auch bereits ausgeschlossen worden. Archäologen war bereits geläufig, dass „unter den Äckern“ das eingetragene Bodendenkmal „Villa Jucunda“ an die Planfläche angrenzt. Im März diesen Jahres hat deshalb bereits eine archäologische Untersuchung stattgefunden. Es wurden zwar Wegetrassen am Nordostrand des Planungsareals sowie sechs dokumentierte Gruben mit durchschnittlich geringer Erhaltungstiefe gefunden. Aufgrund der neuzeitlichen Überprägung der Wegetrassen sowie der Singularität und schlechten Erhaltung der vorgeschichtlichen Gruben hatte der Landschaftsverband Rheinland aber in diesen Bereichen keine weitergehenden archäologischen Maßnahmen zur Sicherung für erforderlich gehalten. Seitens der Archäologie gab es somit „Grünes Licht“ für „Jüchen-West“.