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Jüchen: "Der Silberpfeil war sauschnell"

Jüchen : "Der Silberpfeil war sauschnell"

Sir Stirling Moss ist Stargast bei den "Classic Days"

Bei der siebten Auflage der "Classic Days" ist Sir Stirling Moss der Ehrengast.

Sie besuchen erstmals eine Veranstaltung, die ihrem Weggefährten Wolfgang Graf Berghe von Trips gewidmet ist. Wie haben Sie ihn aus Ihrer aktiven Zeit in Erinnerung?

Stirling Moss Er war einer der schnellsten unserer Zeit. Es kam ja nicht von ungefähr, dass "Taffy", wie wir ihn damals nannten, 1961 um die Formel-1-Weltmeisterschaft kämpfte. Ich habe ihn auf der Strecke als harten, aber fairen Kontrahenten in Erinnerung. Neben der Strecke war er ein echter Gentleman. Sein Tod war damals eine Tragödie für unseren Sport.

Am Samstag werden Sie einen der Rennwagen aus Ihrer aktiven Zeit fahren, den Mercedes, mit dem Sie 1955 die "Mille Miglia" gewonnen haben.

Moss Wirklich? Wenn das so ist, freue ich mich riesig.

Hat dieser Mercedes-Silberpfeil eine besondere Bedeutung für Sie?

Moss Ja, in vielerlei Hinsicht. Er war unglaublich gut zu fahren — und sauschnell. Ohne solch einen Wagen hätte ich bei der "Mille Miglia" nie den Streckenrekord brechen können. Und für mich ist dieser Sieg noch immer der größte Erfolg meiner Karriere.

Marco Büren führte das Gespräch.

(RP/ac)