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Der Junge muss an die frische Luft: Julius Weckauf aus Jüchen ist für den Romy-Preis nominiert

Filmstar aus Jüchen : Der Junge muss an die frische Luft - Julius Weckauf ist für den Romy-Preis nominiert

Der Film „Der Junge muss an die frische Luft“ hat schon viele Preise abgeräumt. Nun wird erstmals auch der elfjährige Hauptdarsteller für seine schauspielerische Leistung geehrt.

Preise räumt der Kinofilm „Der Junge muss an die frische Luft“ unter anderem für die beste Regie bereits seit Wochen ab; nun wird aber auch der Hauptdarsteller Julius Weckauf aus Hochneukirch erstmalig persönlich wegen seiner schauspielerischen Leistung gewürdigt. Als bester Nachwuchsschauspieler ist der Elfjährige für den renommierten Romy-(Schneider)-Filmpreis aufgestellt worden, der am 13. April in der Wiener Hofburg vergeben wird. Gemeinsam mit seinen Eltern Simone und Bernd Weckauf wird Julius nach Wien fliegen. Allerdings sind neben ihm auch noch zwei weitere Nachwuchsdarsteller in der Kategorie nominiert.

„Es bleibt spannend“, sagt Bernd Weckauf, der sich aber für seinen Sohn freut: „Bisher ist immer nur der Film gewürdigt worden, jetzt erfährt unser Sohn auch zum ersten Mal eine persönliche Anerkennung und hat etwas, das er auch in sein Regal stellen kann“, sagt Weckauf und meint damit den „Hurz-Ehrenpreis“, den Julius in diesen Tagen in Recklinghausen erhalten hatte.

Unvergessen ist der „Hurz“-Musik-Sketch von Hape Kerkeling, mit dem er 1992 Comedy-Geschichte im deutschen Fernsehen geschrieben hat. Gemeinsam mit seinen Filmkollegen Sönke Möhring und Hedi Kriegeskotte hat Julius Weckauf den Preis entgegen genommen. Damit gehört er zu dem illustren Kreis der bisherigen „Hurz“-Preisträger wie Dieter Nuhr, Hella von Sinnen, Gaby Köster oder Atze Schröder.

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In Wien wird Julius übrigens auch wieder gute Bekannte aus der Filmcrew treffen. Denn Regisseurin Caroline Link ist (mit zwei weiteren) in der Kategorie „Beste Regie Kinofilm“ für den Romy-Preis nominiert. Und Kamerafrau Judith Kaufmann hofft auf die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Bildgestaltung Kinofilm“. Mit mehr als 3,5 Millionen Besuchern wurde „Der Junge muss an die frische Luft“ als Besucher stärkster Film mit dem Deutschen Filmpreis 2019 ausgezeichnet. Und Caroline Link bekam im vergangenen Jahr den Bayerischen Filmpreis für die beste Regie.

Sollte Julius Weckauf in Wien zum besten deutschen Nachwuchsschauspieler „gekürt“ werden, dann hätte das auch für seine stolzen Eltern eine besondere Bedeutung, wie Bernd Weckauf erläutert: „Es gibt nämlich in Deutschland keine Auszeichnung für beste Nachwuchsschauspieler, nur für die erwachsenen Darsteller. Deshalb waren wir auch so überrascht, als plötzlich ein Anruf für Julius aus Österreich mit der Einladung nach Wien kam.“

Übertragen wird die Gala aus der Wiener Hofburg übrigens vom ORF. All’ den „Rummel“ um seine junge Person verkraftet Julius Weckauf aber weiterhin gut, wie sein Vater bekräftigt: „Wir fragen Julius immer, ob es ihm nicht zu viel wird. Er hat aber noch Lust. Allerdings achten wir auch darauf, dass es bei den öffentlichen Auftritten nicht zu spät wird. Nach der Preisverleihung gehe wir ins Hotel und nehmen an den Feiern nicht mehr teil“, berichtet der Vater des Kinderstars, der weiterhin „ganz normal“, wie es Bernd Weckauf betont, das Gymnasium in Jüchen besucht.

Zum normalen Alltag des gefeierten Jung-Schauspielers gehört auch die Beschäftigung mit seinem Gewächshaus, das er sich von einem Teil seiner Filmgage kaufen durfte. Nach einem Wasserschaden auf dem Dach seines Elternhauses musste das Hobbygärtnern allerdings eine Weile ruhen. Und ob Julius weitere Filmrollen annehmen wird, die ihm angeboten werden, „darüber möchten wir noch nicht sprechen“, sagt sein Vater.