Der Hauptdarsteller im neuen Kerkeling-Film empfängt seine Schulklasse aus Jüchen im Kino.

Kerkeling-Film mit Hauptdarsteller aus Jüchen: Kinderstar Julius zeigt seiner Schulklasse seinen Kinofilm

Trotz des großen Rummels um den neuen Kinostar Julius Weckauf ist dem Elfjährigen seine Schulklasse das wichtigste Publikum.

Ganz aufgeregt geht Julius Weckauf immer wieder an die Fensterfront im VIP-Raum des Mönchengladbacher Kinos. Der elfjährige neue Kinderstar, der in der Rolle des jungen Hape Kerkeling schon annähernd 1,4 Millionen Kinobesucher zu begeistern vermochte, fiebert einem ganz besonderen Publikum entgegen. Seine Schulklasse aus dem Gymnasium Jüchen hat sich zur Filmvorführung und Autogrammstunde angesagt: „Da ist meine Klasse, aber die sehen mich nicht“, tänzelt Julius aufgeregt am Fenster entlang und versucht, sich bemerkbar zu machen.

Kurz darauf ist Einlass zur Autogrammstunde. Und Julius Weckauf aus Hochneukirch hat ein „Heimspiel“. 28 Kinder aus seiner Klasse, aber auch viele Jüchener und Hochneukircher sind gekommen, die Autogrammkarten und Bücher signieren zu lassen und, nicht wenige auch zum wiederholten Male, den Film „Der Junge muss an die frische Luft“ im Kino anzuschauen.

Julius Weckauf gibt Rosi Bruchmann aus Jüchen ein Autogramm. Foto: Gundhild Tillmanns

Seit dem Start am 25. Dezember ist der Film nicht nur überall in Deutschland in den Kinos der Kassenschlager. Julius Weckauf genießt als Newcomer in der Schauspielszene auch eine enorme Aufmerksamkeit. Seine Eltern Simone und Bernd Weckauf begleiten ihn aber auch zum PR-Termin im Gladbacher Kino. Und Julius beweist trotz des großen Rummels um seine junge Person, dass er die Bodenhaftung behalten hat: „Das Wichtigste ist für mich, dass meine Klasse heute dabei ist“, verrät er. Und die Mitschüler sagen über ihn: „Er fehlt uns, wenn er mal nicht da ist. Mit Julius gibt es immer viel Spaß.“ Trotzdem komme er in der Schule auch zurecht, sagen seine Klassenkameraden, die ihn wegen seines Erfolges übrigens nicht beneiden: „Natürlich würden wir auch gerne eine solche Rollen spielen, aber wir gönnen ihm den Erfolg“, sagen die Fünftklässler.

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Spannend wird es dann, bevor der Film im Kino beginnt und die Klassenkameraden endlich ihre reservierten Platze gefunden haben. Kinobesitzer Markus Brinkmann hat sich nämlich noch eine besondere Showeinlage fürs Publikum überlegt. Er stößt mit Julius und dem gesamten Publikum mit einem „Eierlikörchen“ (auch ohne Alkohol) an und Julius Weckauf alias Hans-Peter lässt sich das legendäre Zitat aus der „Eierlikörszene“ aus dem Film natürlich nicht entgehen: „Das Leben muss ja schließlich weitergehen!“, prostet er mit sichtlichem Vergnügen dem Publikum zu.

Wie viel Freude dem Jungdarsteller das Drehen bereitet hat, davon erzählt auch Filmproduzent Hermann Florin: „Er war unser Sonnenschein, wir haben Julius alle sofort ins Herz geschlossen“, erzählt er. Julius Weckauf vernimmt „die Botschaft,“ doch da kommt bei ihm auch gleich wieder der Schalk hervor, der ihn auch Hape Kerkeling so ähnlich macht: Die Sache mit dem „Sonnenschein am Drehort“ sei ja ganz okay, viel wichtiger scheint es dem Jungen aber zu sein, dass ihm das Essen in den Drehpausen vorzüglich gemundet hat: „Das Wichtigste war, dass es in der Kantine keine Reste gegeben hat.“ Dann will Markus Binkmann noch wissen, ob Julius von seinen Klassenkameraden noch bei seinem Namen gerufen, oder inzwischen nur noch Hans-Peter, wie in der Filmrolle, genannt wird. Julius verrät mit einem verschmitzten Blick: „Die Jungen nennen mich Julius, aber die Mädchen Hans-Peter, keine Ahnung warum, die haben wohl Langeweile“, schaut er in Richtung seiner Klassenkameradinnen.

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