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Der Förderverein für das Jüchener Stadtarchiv wandelt sich in einen Geschichtsverein um

Stadtarchiv Jüchen : Der Förderverein fürs Stadtarchiv löst sich auf

Der Förderverein wird sich laut seines Vorsitzenden Dieter Ohlmann auflösen, um in einen allgemeinen (Heimat)-Geschichtsverein überführt zu werden.

Die Tage des Fördervereins für das vormalige Gemeinde- jetzt Stadtarchiv sind gezählt. Der Förderverein wird sich laut seines Vorsitzenden Dieter Ohlmann auflösen, um in einen allgemeinen (Heimat)-Geschichtsverein überführt zu werden. Grund sei die Übernahme des Archivs durch den Rhein-Kreis Neuss. Doch Ohlmann betont: „Wir werden auch weiterhin geschichtliche Vorträge veranstalten und historische Publikationen fördern.“

Zur Zeit werde laut Ohlmann auch mit Hilfe einer Jüchener Rechtsanwältin geprüft, wie der neue Geschichtsverein auch, ebenso wie der jetzige Förderverein, als gemeinnützig anerkannt werden kann. Inklusive der notwendigen Satzungsänderung sei das ein recht kompliziertes Verfahren, das auch über das Amtsgericht und das Finanzamt laufen müsse. Ohlmann geht aber davon aus, dass bis zu der wahrscheinlich im April termnierten Jahreshauptversammlung alle Formalien für die Umwandlung in einen Geschichtsverein abgeschlossen sein werden.

Im übrigen müsse dann auch ein neuer Vorstand gewählt werden, weil der bisherige Schatzmeister ebenso ausfalle wie auch der vormalige Gemeindearchivar Axel Bayer, der nicht mehr bei der Stadt Jüchen beschäftigt ist. Der 78-jährige Dieter Ohlmann möchte zwar noch einmal für den Vorsitz kandidieren. Er wünscht sich aber eine Vorstandserweiterung von derzeit vier auf fünf bis sechs Mitglieder: „Ich wünsche mir, dass die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden als bisher“, sagt Ohlmann.

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Ein weiteres Anliegen des neuen Geschichtsvereins müsse die Werbung jüngerer Mitglieder sein, sagt der Vorsitzende. Die aktuell 40 Mitglieder des Fördervereins seien fast alle schon im Rentenalter. Bei der Veranstaltung „Jüchen bunt“ soll sich deshalb auch der neue Geschichtsverein präsentieren. Ende Februar werde überdies zu einem Vortragsabend mit dem Leiter des Kreisarchivs in Zons eingeladen. Und Vereinsmitglied Jürgen Kiltz werde in Kürze sein Buch über das Haus Katz vorstellen. Der Autor habe die Druckfahnen bereits Korrektur gelesen und wieder abgegeben. Ohlmann sagt: „Ich rechne damit, dass wir das lange erwartete Buch über Haus Katz in zwei bis drei Wochen präsentieren können.“