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Der Dachstuhl der Pfarrkirche von Hochneukirch wird saniert. St. Pantaleon bleibt bis Sommer 2020 geschlossen.

Baustellen in Jüchen-Hochneukirch : Hochneukirch verändert jetzt sein Ortsbild

Die Neugestaltung von Adenauer- und Schützenplatz ist abgeschlossen. Eine neue Großbaustelle gibt es an der St. Pantaleon-Kirche.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Das gilt jetzt für den Ortskern von Hochneukirch. Nachdem die Hochstraße wieder freigeben worden war, sind nun auch die restlichen Arbeiten auf dem neuen Adenauerplatz und dem neuen Schützenfestplatz beendet worden. Fast zeitgleich ist aber die komplette Pfarrkirche St. Pantaleon an der Hochstraße eingerüstet worden. Sie soll für zwei Millionen Euro einen neuen Dachstuhl erhalten und muss während der Bauarbeiten geschlossen bleiben.

Am Regiopark „wächst“ zudem das neue Wohngebiet „in die Höhe“. Und schräg gegenüber fangen in Kürze die Ausschachtungsarbeiten für die neue Feuerwache an. Lediglich auf dem Gelände des ehemaligen Supermarktes am Nordring tut sich trotz des bei der Stadt vorliegenden Bauantrages des Eigentümers immer noch nichts.

Der neue Standort für den Gildenbaum am neuen Schützenplatz. Foto: Gundhild Tillmanns

Was den Zeitplan angeht, so war die Neugestaltung des Adenauerplatzes in Einheit mit einem Teil der Hochstraße, der Kanalisation und des Schützenplatzes ein voller Erfolg. Die zum ersten Spatenstich am 16. April 2018 avisierte Bauzeit von 14 Monaten ist deutlich unterschritten worden. Ob allerdings der prognostizierte Kostenrahmen von 2,2 Millionen Euro eingehalten werden konnte, dazu gibt es noch keine Antwort seitens der Stadtverwaltung. Die Frage könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden, da die Schlussrechnung noch nicht vorliege und die Abrechnungen der Nachtragsaufträge noch nicht erfolgt seien, begründet Stadtsprecher Norbert Wolf auf Redaktionsnachfrage. Wie berichtet, hatte es auf der Hochstraße während der Bauphase eine böse Überraschung gegeben. Wider Erwarten war der Untergrund so schlecht, dass doch die gesamte Fahrbahndecke abgetragen und komplett neu wieder aufgebaut werden musste.

Die neu gestaltete Hochstraße in Hochneukirch. Foto: Gundhild Tillmanns

Während der neue Adenauerplatz von den Passanten auf dem vom Parken jetzt abgetrennten Bereich auch mit dem neuen Kinderspielplatz genutzt werden kann, ist der neue Schützenfestplatz noch ein Schotterfeld. Das soll allerdings nicht befestigt werden. Es handele sich dort um einen Schotterrasen, der in absehbarer Zeit auch beginnen werde zu grünen, kündigt der Stadtsprecher an. Der Verbindungsweg zwischen Adenauer- und Schützenplatz, an dem auch der Gildenbaum seinen neuen Platz gefunden hat, ist allerdings fertig gepflastert.

Noch lange Zeit eine Baustelle wird indes die denkmalgeschütze Pfarrkirche an der Hochstraße bleiben. Voraussichtlich erst im Sommer 2020 soll die Gemeinde dort wieder einziehen können. Bis dahin müssen die Heiligen Messen im benachbarten Thomas-Morus-Haus stattfinden. Die Kreuzweg-, Mai- und Rosenkranzandachten werden ebenso wie die freitäglichen Anbetungen nach Otzenrath in die dortige Kapelle (Kirche) verlegt.

Die Dachsanierung von St. Pantaleon sei die aktuell größte ihrer Art im Bistum Aachen... „außer vielleicht beim Dom selbst“, sagt der Gemeindepfarrer Franz-Karl Bohnen. Mit zwei Millionen Euro an Baukosten rechnet die Gemeinde inzwischen. Im April 2017 war der Kirchenvorstand noch von der Hälfte der Kosten ausgegangen. 60 Prozent der Kosten werden vom Bistum Aachen übernommen. Unter anderem mit Benefizkonzerten hatte die Gemeinde versucht, die restliche Summe für den neuen Dachstuhl aufzubringen. Allerdings sammelt die Pfarrei auch weiterhin noch zweckgebundene Spenden, heißt es aus St. Pantaleon.