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Jüchen: Das Schloss klingt wieder gut

Jüchen : Das Schloss klingt wieder gut

Klassik-Fans müssen auf prima Klima hoffen: Für eines der beiden Konzerte des Niederrhein-Musikfestivals auf Schloss Dyck gibt es bereits nur noch Schönwetterkarten. Die gelten nicht, wenn bei Regen drinnen gespielt wird.

Schloss Dyck liegt beim siebten Niederrhein-Musikfestival mal wieder gut im Rennen: Musiziert wird bei diesem Veranstaltungsreigen mit klassischer Musik zwar auch im Neusser Zeughaus, in der Langen Foundation und der Wickrathberger Kirche. Aber die Konzerte im Innenhof des schmucken Schlosses sind immer besonders beliebt beim Publikum.

Daher gibt es für das "Überraschungskonzert" am Sonntag, 11. September, bereits nur noch "Schönwetterkarten". Diese Tickets heißen so, weil sie nur gelten, wenn das Konzert bei gutem Wetter im etwa 300 Zuschauer fassenden Innenhof unter freiem Himmel gegeben werden kann.

Bei Regen, Sturm oder tiefen Temperaturen ziehen die Musiker in den Festsaal des Schlosses um. Und die etwa 140 Zuhörerplätze dort sind bereits verkauft, so Susanne Geer von der Festivalleitung. Für das Konzert am 31. August mit dem Leipziger Calmus Ensemble (a Capella Gesang) gibt es noch einige "wetterfeste" Eintrittskarten.

"Eine Superakustik"

Es sind auch nicht nur die Zuhörer, welche die Atmosphäre des Innenhofes so schätzen, dass sich viele frühzeitig die teureren, aber auch bei schlechtem Wetter im Festsaal gültigen Tickets sichern. "Der Innenhof ist der Grund, warum das Festival hier entstanden ist. Der hat eine Superakustik", sagt Anette Maiburg. Sie ist Gewinnerin des Echo-Preises in der Kategorie Klassik und arbeitet nicht nur in der Festivalleitung mit. Sie wird beim Überraschungskonzert am 11. September mit ihrer Querflöte auch auf der Bühne stehen. Sie musiziert unter anderem mit venezolanischen Kollegen, die an ihrer Seite am 9. September einen speziell der Musik Venezuelas gewidmeten Abend im Neusser Zeughaus gestalten.

Veranstalter des Festivals ist der Verein "Freunde des Niederrhein- Musikfestivals", finanziell unterstützt wird es vom Bankhaus Metzler und dem Rhein-Kreis Neuss. Das Festival war nach der Landesgartenschau 2003 die erste Veranstaltungsreihe, die im Schloss anlief. Auf die Einnahmen aus solchen Events ist die Stiftung Schloss Dyck angewiesen, zumal ihr Stiftungskapital in einer langen Niedrigzinsphase nicht gerade üppige Zinserträge abwirft.

A propos Geld: Am 10. September können Besucher von 11 bis 13 Uhr einer öffentlichen Probe im Festsaal des Schlosses lauschen — ohne dafür Eintritt zu zahlen.

(RP/rl)