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Jüchen: Das neue Holzer Bürgerhaus muss "eingemauert" werden

Jüchen : Das neue Holzer Bürgerhaus muss "eingemauert" werden

Eine Lärmschutzmauer wird rund um das neue Bürgerhaus in Holz noch nachträglich gebaut werden müssen: Das erfuhren jetzt die Besucher der Jahreshauptversammlung des Spiel-und Bürgervereins Holz. Da im nächsten Jahr in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bürgerhaus ein Wohngebiet entstehen soll, müsse wegen eventueller Lärmemissionen durch den Bürgertreff eine drei Meter hohe und 45 Meter lange Mauer errichtet werden, erfuhren die Vereinsmitglieder. Wartung und automatische Schließvorrichtung würden von der Gemeinde Jüchen getragen. Die Gestaltung dieser Mauer dürfe der "Spiel- und Bürgerverein Holz" mitbestimmen.

Bei der Hauptversammlung im neuen Bürgerhaus am Holzer Knoten konnte Präsident Christian Mostert fast 60 Mitglieder begrüßen - so viele Teilnehmer wie lange nicht mehr. Die Bauabnahme des Bürgerhauses war vor drei Wochen. Die offizielle Eröffnungsfeier mit Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens und RWE-Betriebsdirektor Lutz Kunde wird am 18. Februar, ab 17 Uhr, unter "Beschuss" der Artillerie stattfinden. Die Jägerkapelle bestreitet den musikalischen Part.

Ursprünglich war das Bürgerhaus ein Bauprojekt, das von zwei Vereinen gestemmt werden sollte. Nun aber existiert der Karnevalsverein "KG Holzköpp" seit November nicht mehr. Und der Anteil der Karnevalisten fiel satzungsgemäß an den "Spiel- und Bürgerverein". Präsident Christian Mostert erklärte: "Die Baukosten wurden dadurch für uns wesentlich höher und in Zukunft sind ebenfalls die laufenden Kosten höher." Allerdings gibt es schon jetzt viele Anfragen für Anmietungen der Räume, die für gut 80 Leute bestuhlt werden können. Vereinsmitglieder sollen 150 plus 30 Euro (für die Reinigung) zahlen - dazu kommen 100 Euro Kaution. Nichtmitglieder zahlen 30 Euro mehr. Im Hinblick auf die seit Ausscheiden der Karnevalisten nun doppelten Unterhaltskosten für das Bürgerhaus entschied sich die Versammlung, den Jahresbeitrag für aktive Mitglieder von 30 auf 60 Euro zu erhöhen. "Eine Beitragserhöhung kann nur die Grundlage sein und ist nicht die endgültige Lösung," mahnte Kassierer Norbert Dederichs. So sollen die Veranstaltungen attraktiver gemacht werden. Dazu wird sich eine eigens ins Leben gerufene Arbeitsgruppe Bands ansehen und zudem überlegen, wie das Schützenfest verändert werden sollte. Auch steht die Frage im Raum, ob die Termine fürs Dorffest und das Biwak verschoben werden.

Bei den Vorstandswahlen wurde Christian Mostert im Amt bestätigt. Stellvertreter ist jetzt Björn Mostert.

(NGZ)