Das "Grüne Band" wird am Grubenrand in Jüchen eröffnet

„Grünes Band“ in Jüchen : Absage an Windräder - „Grünes Band“ wächst

Das Jüchener Teilstück des „Grünen Bandes“wird am 3. Mai eröffnet. Einen Rückschlag gibt es aber bei der Entwicklung von Windenergie.

Eine herbe Enttäuschung gibt es für die Stadt Jüchen in der Entwicklung der Windenergie. Die aus dem Sofortprogramm des Bundes so gut wie zugesagten Fördermittel für das Windenergie-Projekt „Innovationspark Jüchen“ fließen nun doch nicht. Der Stadt war zwar im März mitgeteilt worden, dass für die Sofortmaßnahmen im Rheinischen Revier zwischen 2019 und 2021 insgesamt 90 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung stehen. Und für den „Innovationspark Erneuerbare Energien Jüchen“ sollte laut dieses Bescheides ein Budget von 0,2 Millionen Euro bis zum 30. Juni diesen Jahres zur Verfügung stehen. Das Sofortprogramm sollte aus Bundesmitteln finanziert werden.

Deshalb sollte sich die Stadt Jüchen nun nur noch mit dem Bundeswirtschaftsministerium in Verbindung setzen: „Dies wurde sofort getan“, informiert der Bürgermeister jetzt die Politik und berichtet zugleich aber über seine Enttäuschung. Im Bundeswirtschaftsministerium habe es zunächst geheißen, es müsse für den „Innovationspark Jüchen“ jetzt nur noch „ein geeignetes Förderprogramm recherchiert werden“, teilt Zillikens mit.

Doch dann folgte die Enttäuschung: Nach mehreren Anfragen habe es beim Bundeswirtschaftsministerium plötzlich geheißen, der „Innovationspark Erneuerbare Energien Jüchen“ könne im Sofortprogramm nun doch nicht berücksichtigt werden. Die kurzgefasste Begründung lautete, es sei nun Angelegenheit des Landes, solche Projekte zu fördern. Obwohl Jüchen bereits im Jahr 2015 sechs eigene Projektmeldungen bei der damaligen Innovationsregion Rheinisches Revier, jetzt Zukunftsagentur Rheinsiches Revier (ZRR), zwecks Förderanträgen eingereicht hatte, steht der „Innovationspark Jüchen“ wieder ganz am Anfang da. Nun will die Stadt das Projekt im Verbund mit dem Zweckverband „Tagebaufolgelandschaften“ für das Landes-Förderprogramm „Rheinisches Revier“ anmelden.

Doch es gibt auch gute Nachrichten für Jüchen, denn das sogenannte „Grüne Band“ auf einem Teilstück des rekultivierten Landes am Grubenrand wird in der nächsten Woche bereits eröffnet: Das teilte der .Zweckverband „Tagebaufolgelandschaften“ am Freitag mit. Ab dem 3. Mai ist die „Grünfläche“ an der Grubenrandstraße dann auch für die Bevölkerung freigegeben. Mit dem „Grünen Band“ wollen die Tagebauanrainerkommunen einen 70 Kilometer langen Naturgürtel schaffen. Am ersten Teilstück wurde in Kooperation mit RWE Power und der Stadt Jüchen gearbeitet. Jetzt ist das 4000 Quadratmeter große Areal fertig. Südlich von Jüchen sind auf einer RWE Power gehörenden Brachfläche zwischen Grubenrandstraße und Tagebaukante artgerechte Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen worden. Damit soll der Natur- und Artenschutz gefördert werden.

So wurde eine Blühwiese eingesät. Daneben wurden Obstbäume und Hecken gepflanzt und Nisthügel und eine Feuchtwiese mit Tümpeln angelegt. Unter anderem dient das Projekt dem Schutz von Insekten, deren Anzahl in den vergangenen Jahren bundesweit gesunken ist. Auch Vögel und Kleinsäuger sollen dort ein neues Habitat finden. Nisthügel aus Lösslehm sowie ein Insektenhotel sollen Wildbienen Lebensraum bieten. Auch Sitzgelegenheiten werden bis zum Sommer 2019 entlang des neuen Fußweges zur Artenschutzfläche errichtet. Das „Grüne Band“ ist über die Jülicher Straße zu erreichen. Dort gibt es auch einige Parkplätze.

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