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Corona-Krise: Nils und Liane Kock aus Jüchen mussten ohne Gäste heiraten

Corona-Krise in Jüchen : Virtuell zur Hochzeit gratuliert

Nils Kock und seine Braut Liane Mon mussten auf Gäste verzichten, freuten sich allerdings über Videobotschafen. Auch die Jüchener Feuerwehr und die DLRG Hochneukirch entwickeln kreative Ideen.

Jetzt in der Corona-Krise werden viele Jüchener wegen der Kontaktbeschränkungen richtig kreativ. Das gilt auch für die Feuerwehr. Eigentlich hätten Feuerwehrmann Nils Kock und seine Braut Liane Mon bei der Trauung auf Schloss Dyck nur mit ihren Trauzeugen ganz alleine feiern müssen. Dabei hatte sich der 23-jährige Jugendfeuerwehrbetreuer, Mitglied im Löschzug Jüchen, auf ein Feuerwehr-Spalier gefreut. Statt des Spaliers, das auf die geplante freie Trauung im nächsten Jahr verschoben wird, gab es virtuelle Gratulationen. Plötzlich stand Sandra Klevenow-Jungheim von der Jugendfeuerwehr mit ihrer Kamera – natürlich im Mindestabstand – vor dem Brautpaar, machte ein Foto und postete es auf Facebook. Binnen kurzer Zeit gingen die Gratulationen viral. So hatte das junge Paar zumindest virtuell eine riesige Hochzeitsgesellschaft.

Zudem hatten aber alle Hochzeitsgäste, die dem Paar im nächsten Jahr auch persönlich begegnen werden, Videobotschaften zusammengestellt. „Das war eine tolle Idee, so haben wir nicht nur Fotos von unserer Hochzeit, sondern auch noch schöne Videos zur Erinnerung“, freut sich das Paar. Eine weitere Überraschung hatten die Feurerwehrkameraden aber doch noch parat: Am Ausgang des Schlossparks wurden Blumen gestreut und Geschenke übergeben. „Mit Mindestabstand“, betont Nils Kock.

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Zudem ist die Freiwillige Feuerwehr Jüchen auch für ihre jüngsten Fans jetzt in der Corona-Krise kreativ geworden. Es gibt auf der Homepage der Feuerwehr (www.feuerwehr-juechen.de) Ausmalbilder für Kinder. Hienz-Dieter Abels, Leiter der Feuerwehr, kündigt dazu an: „Nach dem Ausmalen können uns die Kinder die Bilder als Foto in den Kommentaren oder als persönliche Nachricht über unser Facebook-Profil zukommen lassen. In unserem Beitrag auf der Homepage veröffentlichen wir die Leistungen der kleinen Künstler und würden die Bilder auch an unsere lokalen Seniorenheime weiterleiten.“ Laut Julian Jungheim, Leiter der Jugendfeuerwehr, stößt die Aktion schon auf gute Resonanz. Außerdem sei der Feuerwehrchef auch aufgeschlossen, möglicherweise noch einen freien Malwettbewerb ohne Ausmalvorgabe folgen zu lassen.

Bilder nach freier Kreativität zu malen, dazu ruft die DLRG Hochneukirch jetzt die Jüchener Kinder ebenfalls über Facebook auf. „Leider muss das Schwimmbad noch etwas länger geschlossen blieben. Da unser Eingang am Schwimmbad nicht mehr mit Plakaten geschmückt wird, brauchen wir eure Hilfe: Malt doch ein tolles Bild vom Schwimmbad“, appelliert die DLRG-Vorsitzende Anja Bossems an die Kinder. Die gemalten Bilder können in den Briefkasten am Hallenbad Hochneukirch, an der Gartenstraße, eingeworfen werden.