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Concorde-Absturz 2000: Opfer kamen auch aus Neuss, Meerbusch, Jüchen

Concorde-Absturz : Erinnerung an Opfer aus dem Rhein-Kreis

Beim Absturz der Concorde vor 20 Jahren kamen auch zwei Otzenrather ums Leben. Ein Freund und Nachbar, Heinrich Küpper, erinnert sich. Und er sagt: „Sie fehlen uns.“

Noch heute wühlt Jüchener ein Unglück auf, das sich vor 20 Jahren, am 25. Juli 2000, ereignet hat. Kostenpflichtiger Inhalt 133 Sekunden nach dem Start Richtung New York stürzte bei Paris eine Concorde der Air France mit 109 Menschen an Bord ab. Unter den Opfern im Überschall-Jet waren neben zwei Passagieren aus Neuss und Meerbusch auch zwei Otzenrather –  Roswitha (58) und Manfred (62) Schmitz.

Heinrich Küpper, heute 71, berührt das Unglück noch heute. „Es macht mich sehr traurig. Wir waren mit der Familie befreundet, sie waren Nachbarn“, sagt der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Otzenrath. Und er ergänzt: „Manfred Schmitz war wie ein Bruder für mich.“

Roswitha und Manfred Schmitz waren beide in der Kolpingsfamilie in Otzenrath sehr aktiv. Er  war seit Gründung der Kolpingsfamilie 1971 dabei. Beruflich war Manfred Schmitz  als Verkaufsdirektor bei Krupp viel mit dem Flugzeug unterwegs. Roswitha Schmitz, gebürtige Otzenratherin,  half bei Ferienfreizeiten der Kolpingsfamilie mit.

Heinrich Küpper erinnert sich daran, als vor 20 Jahren die Nachricht vom Absturz kam. „Wir wussten, dass die beiden mit der Concorde flogen. Wir haben zuerst gehofft, dass es sich um eine andere Maschine handelte. Doch per Handy waren sie nicht zu erreichen.“ Dann kam die schreckliche Gewissheit. „Ich habe geweint“, sagt Heinrich Küpper.

Auch viele andere in Jüchen trauerten, am Rathaus wehte damals die Flagge auf Halbmast.

Heinrich Küpper war später mit der damals 24 Jahre alten Tochter, die heute im Ruhrgebiet lebe, und anderen Verwandten der Opfer nach Frankreich geflogen, um die Särge mit den Verunglückten abzuholen. „Mit der Tochter sind wir noch heute befreundet“, sagt er. Roswitha und Manfred Holz „fehlen uns, in der Nachbarschaft, in  der Kolpingsfamilie. Es waren sehr liebe Menschen“, sagt Heinrich Küpper.