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Jüchen: Bürgermeister Zillikens zieht positive Bilanz

Jüchen : Bürgermeister Zillikens zieht positive Bilanz

Es war sein schwerster Moment als Bürgermeister, "als die Grundstücksverhandlungen 2010 für den ,Log-Park' für Kleine und 3M auf der Kippe standen", sagt Harald Zillikens. Doch dann erlebte er einen seiner schönsten Momente im Amt, "als das Logistik-Großprojekt nach nur rund halbjähriger Bauzeit eröffnet wurde. Damit sind 120 Arbeitsplätze verbunden."

Höhen und Tiefen hat Harald Zillikens in den vergangenen drei Jahren erlebt. "Wir haben viel erreicht oder auf den Weg gebracht", zieht er nun Halbzeit-Bilanz. Der Verkauf im Neubaugebiet Auenfeld komme voran, die neue Dreifachturnhalle sei — "nach 30 Jahren Diskussion" — im Bau. Für den Seniorenpark in Garzweiler rollen bald die Bagger an. "Mit der Sekundarschule sichern wir ein qualitativ gutes Bildungsangebot in Jüchen", erklärt Zillikens, der glaubhaft versichert: "Mir macht die Arbeit viel Spaß." Da stellt sich die Frage, ob der Chef im Rathaus auch 2015 wieder kandidiert. "Für diese Frage ist es noch zu früh", sagte er gestern, "wir haben gerade Halbzeit."

Klar, dass es nicht nur erfreuliche Augenblicke gab: Die schlechte Finanzlage lastet schwer auf der Gemeinde. "Es ist schon belastend, Menschen zu sagen, dass für etwas Sinnvolles kein Geld da ist", so Zillikens. Und die Aussichten sind alles andere als rosig. Ein Minus von neun Millionen Euro weist der Etat 2012 auf: "Doch die Gewerbesteuer fließt nicht wie eingeplant. Wir sind froh, wenn wir unter zehn Millionen Minus bleiben", so Zillikens. "Wir wollen vermeiden, Einrichtungen zu schließen und müssen einen Nothaushalt verhindern." In die Zukunft blickte Zillikens gestern auch bei der Wirtschaftsförderung, die er sich als Schwerpunkt-Thema gesetzt hat. Mit der Ansiedlung von Esprit und DHL komme der Regiopark an der Grenze zu Mönchengladbach voran. Fürs Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße in Jüchen soll Wirtschaftsförderin Olivia Weidemann auf der Expo Real in München werben.

Doch Zillikens denkt schon weiter. "Wir brauchen weitere große Gewerbeflächen", betont er.

(RP)