Jüchen: Bürger fragen nach der Gas-Pipeline

Jüchen: Bürger fragen nach der Gas-Pipeline

Im Fachausschuss gab es noch keine Informationen. Die sollen im Planfeststellungsverfahren folgen.

Gut besucht war der Zuschauerraum bei der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend: Die Bürger waren gespannt darauf, mehr über die geplante Gaspipeline zu erfahren. Der vom Bauträger Open Grid Europe vorgeschlagene "Vorzugskorridor" war auf einer Karte im Sitzungssaal zu sehen. Bürger standen davor und diskutierten engagiert. Dr. Holger Tesmann von der SPD fragte die Gemeindeverwaltung nach technischen Details der geplanten Pipeline: Seine bisherigen Detailinformationen habe er aus unserer Zeitung bezogen, die Verwaltungsvorlage gebe da kaum etwas her.

Er wünsche sich "mehr Fleisch an der Sache", sagte Tesmann. Bürgermeister Harald Zillikens rechtfertigte die Informationspolitik der Verwaltung: Das Verfahren um die Gaspipeline "Zeelink" stecke erst in den Anfängen. Detailfragen würden erst im Planfeststellungsverfahren erörtert. Dann werde die Gemeinde als Träger öffentlicher Belange ihre Einwände geltend machen können. Und natürlich hätten dann auch die Bürger die Möglichkeit der Beteiligung. Es werde dann auch die entsprechenden Bürgerinformationen geben.

Auf rein informeller Ebene gebe es allerdings schon Gespräche über potenzielle Engstellen, sagte Zillikens. So stehe man beispielsweise mit einem Apfelbauern in Kontakt. Open Grid Europe habe vor, das Raumordnungsverfahren möglichst im Laufe dieses Jahres durchzuziehen. Das Planfeststellungsverfahren könne sich dann durchaus bis 2019 hinziehen. Open Grid Europe hofft indes, die Baugenehmigung bereits 2018 zu haben.

(NGZ)
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