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Jüchen: Biogas-Anlage wird nicht gebaut

Jüchen : Biogas-Anlage wird nicht gebaut

Das umstrittene Projekt westlich von Waat wird nicht verwirklicht.

Das Projekt sorgte für Diskussionen und Protest: West- lich von Waat und nördlich von Dürselen plante eine Gesellschaft den Bau einer Biogas-Anlage, die insbesondere aus Pferdemist Strom für rund 1200 Haushalte produzieren sollte. Viele Dürselener Bürger lehnten die Anlage ab. Doch dann wurde es ruhig um das Thema. Das Vorhaben werde nicht verwirklicht, erklärt Hans-Ludwig Schnitzler, der die Anlage zusammen mit anderen schaffen wollte, jetzt auf Anfrage der NGZ. "Wir waren schon dabei, den Antrag an den Rhein-Kreis Neuss zu formulieren. Aber im Kontakt mit den Behörden kamen immer mehr Probleme auf den Tisch, so dass meine drei Partner und ich das Vorhaben abgeblasen haben", so der 61-Jährige vom Pferdehof in Waat.

Nach den Plänen vor zwei Jahren sollte die Anlage mit 0,8 Megawatt Leistung jährlich rund fünf Millionen Kilowattstunden liefern. Als Energie für die Stromgewinnung waren zu etwa 70 Prozent Pferdemist sowie Mais und Hühnertrockenkot geplant. Das Besondere an der bei Waat geplanten Anlage: Neben Strom sollte dort auch Heizmaterial entstehen - getrockneter Gärrest, der dann als Brennstoff verkauft worden wäre. Ein Verkehrsgutachten, aber auch Geruchs- und Lärmgutachten waren zur Verwirklichung erforderlich.

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Dürselener hatten unter anderem mehr Verkehr und eine Verringerung der Lebensqualität durch Geruch befürchtet. "Die Anlage in unserer direkten Umgebung findet bei uns keine Zustimmung", hatte auch die Dorfgemeinschaft erklärt. Laut der Gesellschaft sollte der Lieferverkehr allerdings über einen Feldweg erfolgen. Doch das Projekt ist eben laut Schnitzler vom Tisch.

(NGZ)