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Jüchen: Barrierefreiheit für Bahnhof

Jüchen : Barrierefreiheit für Bahnhof

Die Deutsche Bahn, der Verein "Pro Bahn", der VRR, Politiker wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Bundes-, Land- und Kreistagsabgeordnete – sie alle hat Bürgermeister Harald Zillikens angeschrieben, um das Projekt "Barrierefreier Bahnhof Hochneukirch" voranzutreiben.

Die Deutsche Bahn, der Verein "Pro Bahn", der VRR, Politiker wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Bundes-, Land- und Kreistagsabgeordnete — sie alle hat Bürgermeister Harald Zillikens angeschrieben, um das Projekt "Barrierefreier Bahnhof Hochneukirch" voranzutreiben.

"Ich erhalte dabei breite Unterstützung von Politikern auf allen Ebenen", sagt der Verwaltungschef. Zahlreiche Angesprochene würden sich für dieses Anliegen einsetzen, das für die Gemeinde Jüchen wichtig sei.

"Zug nicht zu erreichen"

Das Problem: Die Kommune droht Zuschüsse in Höhe von 400 000 Euro zu verlieren, wenn der zweite Bauabschnitt für Barrierefreiheit nicht kommt. Einen Aufzug zum Bahnsteig und niedrigere Bahnsteige — dies sind zwei Punkte, die den Bahnhof in Hochneukirch besser zugänglich für Senioren mit Rollator, für Eltern mit Kinderwagen oder für Rollstuhlnutzer machen würden.

Das Bahnhofsumfeld ist aufgewertet worden: Neben dem Bahnhof ist ein neuer Wohnpark für Senioren entstanden, in das Bahnhofsgebäude mit der denkmalgeschützten Fassade soll ein Pflegedienst einziehen. Die Gemeinde investierte zudem in einen Park&Ride-Platz. Der Vorplatz wurde ebenfalls neu gestaltet (Investitionsvolumen rund 120 000 Euro). Die dortigen Parkplätze für Behinderte stehen meist leer — denn für sie ist es schwer bis unmöglich, überhaupt in den Zug einsteigen zu können.

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Christian Markert, der für die Grünen im NRW-Landtag sitzt und zugleich Sprecher für Umwelt- und Verbraucherschutz im Landtag ist, machte sich jetzt am Bahnhof ein Bild: "Er war von dem neu gestalteten Bahnhofsumfeld ebenso begeistert, wie er vom Zustand der Unterführung zum Bahnsteig und von der nicht vorhandenen Barrierefreiheit enttäuscht war", sagt Rathaussprecher Norbert Wolf.

Mit Bürgermeister Zillikens stellte Christian Markert fest, dass "es insbesondere für behinderte und ältere Menschen ohne fremde Hilfe unmöglich ist, den Bahnsteig oder gar den Zug eigenständig zu erreichen oder zu verlassen". Auch Markert ist überzeugt, dass dringend gehandelt werden muss. Die Deutsche Bahn hatte erklärt, frühestens ab 2017 in Hochneukirch investieren zu wollen.

(RP/rl)