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Ausstellung von Künstlerinnen zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ in Jüchen

Ausstellung im Haus Katz in Jüchen : Künstlerinnen stellen zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ aus

100 Jahre Frauenwahlrecht – für fünf Frauen aus der Region ist das Jubiläum Anlass, sich künstlerisch mit diesem Meilenstein auseinanderzusetzen. Die Ausstellung „Immer im Aufbruch…“ im Haus Katz ist noch am Wochenende, 17./18. November, jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

Anne Florack (30) wird zudem am Sonntag um 15 Uhr eigene Lieder mit deutschen Texten vorstellen.

Die Künstlerinnen haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind Mitglied der Künstlerinnen-Gruppe GEDOK A 46. Helga Weidenmüller zeigt zwei Installationen. Ins Auge fällt nicht nur wegen seiner Größe eine Arbeit mit 64 schwarzen Holzplatten im Schachbrettmuster, auf denen jeweils ein Paar Fußabformungen aus Gips stehen. Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher erinnern diese Gipsabformungen an eine Abstimmung mit den Füßen, daran, dass die Frauen bereit sind zum nächsten Schachzug. Janne Gronen präsentiert eigene Texte auf Transparentpapier – Texte. Ihre abstrakte Malerei spiegelt Energie und Aufbruchstimmung wider, scheint zu mahnen, weitere Energie in die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu investieren.

Lieblingsmaterial von Elisabeth Busch-Holitschke ist Stoff, etwa für mit Spitzen verzierte Nachtkleider. Viele der verwendeten Stoffe dürften nicht viel jünger sein als das Frauenwahlrecht. Die Diskrepanz von Geist und Körper thematisiert sie, indem sie Köpfe separat ausstellt – auch sie sind aus Stoff.

Schwarzweiß sind die Fotos von Gudrun Lintz. Die abgebildeten Frauen haben zum Teil schwere Zeiten hinter oder vor sich. Voller Elan: Eine Sängerin und Schauspielerin, die aus Algier geflohen ist. Sie vermittelt trotz aller schlechten Erfahrungen so etwas wie die Leichtigkeit des Seins.

(barni)